Archiv für Oktober 2009
Desinformation und Agitation vs. Information und Wissen
“Wir leben nicht in einer echten Demokratie, was man schon daran erkennen kann, daß alle Angst haben. Die Herrscher haben vor dem Volk Angst, deshalb gibt es Maulkorbgesetze, und das Volk hat vor den Regierenden Angst, deshalb wagt es nicht zu sagen, was es denkt” (Ursula Haverbeck)
Nein, dieser Artikel handelt nicht von “Kulturbereicherern”. Er handelt von viel gefährlicherem.
Ein anatolischer Ziegenhirte kann meist nichts dafür, daß er keinerlei Bildung und Wissen hat. Er ist ein einfacher und oft von gewissen Kreisen einer synkretistischen Religionsgemeinschaft mißbrauchter Mensch. Die höchstrangigen Vertreter dieser Religionsgemeinschaft sind allerdings höchsterfreut, daß diese einfachen Menschen fanatisiert und für ihre – aus unserer Sicht – sinistren Zwecke eingesetzt werden können. Aber es gibt eine etwa 600 Jahre ältere synkretistische Religionsgemeinschaft, die ganz genauso verfährt. Das Unwissen vieler millionen ungebildeter Menschen war seit ihrer Entstehung ihr größtes Kapital. Und mit diesem Kapital wirtschaftet sie noch jetzt. Und dennoch war diese Religionsgemeinschaft einer der Motoren für unsere abendländische Kultur. Auch darum geht es in diesen Gedanken nur am Rande – wenngleich auch in diesem Artikel das Unwissen der Menschen und ob dessen die Indoktrination und die Gleichschaltung von »Gleichlingen« untersucht werden soll.
Hass, Hochmut, Lügen, Neid, Geiz, Angst, Gier, Schamlosigkeit, Trägheit sind die schwersten Verbre-chen an der Menschlichkeit. Diese hat es zu allen Zeiten gegeben – von der Antike bis heute. Für die Zeit, über die wir weniger Informationen haben, weil keine für uns erhaltene schriftlichen Aufzeichnungen vorhanden sind, muß allerdings das Gleiche angenommen werden.
Vieles vom dem, das heute »Politische Korrektheit« genannt wird, ist leider von diesen Verbrechen wider die Menschlichkeit ausgelöst worden – die Indoktrination hat in den Gehirnen vieler (eigentlich der meisten) Menschen gravierende Veränderungen hervorgerufen. Für heute gilt bereits der Satz von George Orwell: “In einer Zeit des Universalbetruges ist die Wahrheit zu sagen bereits eine revolutionäre Tat”. Die Zensur findet heute nicht nur von außen statt – der Zensor sitzt bereits in den Hirnen vieler Mitbürger. Doch es geht ja nicht nur um diese Political Correctness (wie es auf Neusprech, pardon: Neudeutsch heißt). Gewiß: der Mensch ist ein sprachbegabtes Wesen und Gedanken, die sich ausdrücken lassen, können nur mit dem Medium Sprache mitgeteilt werden. Die Sprache als Medium der Zensur zu verwenden ist zwar nicht neu, aber es ist ein perfides Mittel. Ein alter Spruch besagt, daß “Wer das Geld hat, hat die Macht”– aber man sollte auch bedenken, daß nur derjenige, der sich der Sprache manipulativ bedient, auch das Geld hat.
In den letzten Jahrzehnten ist eine Gruppe von Zeitgenossen epidemisch geworden, die sich vor allem durch folgende Verhaltensmuster „auszeichnet“: Ignoranz, Vandalismus, asoziales (neudeutsch: „anti-soziales“) bzw. anmaßendes Verhalten, Haß auf alle Gruppierungen, die nicht mit ihren ach so huma-nitären Zielen übereinstimmt. Das sind “charaktergewaschene”, politisch angeblich korrekte »antifa-schistische« Gruppierungen, die ihr Heil in der Diffamierung politisch andersdenkender (nämlich: selbst denkender) Menschen und deren Bekämpfung auch mit den Mitteln der Gewalt suchen. Wären es nur einige wenige Typen vom »Linken Narrensaum«, so wäre das Ganze nicht katastrophal. Aber es sind nicht nur einige Wenige, sondern es sind so große Gruppen, daß die Polizei mit Großaufgeboten gegensteuern möchte – richtig gelesen: möchte. Es gelingt nicht wirklich, da diese verhetzten »An-tifaschisten« (man sollte sie besser “Antidemokratische Aufrührer und Anarchisten” nennen) von so manchen etablierten Parteien Schützenhilfe erhalten – und womöglich sogar finanzielle Unterstützung. Das ist daran der Skandal. Schützenhilfe von etablierten Parteien für die Anarchie – das ist die Bank-rotterklärung dieser angeblich “demokratischen” Parteien. Toleranz von den Andersdenkenden fordern, aber diesen gegenüber nicht einhalten ist schon immer diesen »Gleicheren« vorbehalten gewesen. Es ist unnötig hier Beispiele aufzählen zu wollen – sie füllen bereits die Systemmedien (allerdings »politisch korrekt«). Die Systemmedien werden schon lange für die Indoktrination ganzer Völker mißb-raucht. Dem systemkonformen und ob dessen nicht selbst denkenden »Gleichling« fällt das nicht auf – nur Wissen und tatsächliche Information könnten gegensteuern. Da sich aber der Gleichling (man-chesmal wird er auch respektlos als »Schnarchnase« betitelt) vor Repressionen wegen »Gesinnungs- und Gedankenverbrechen« fürchtet, hat eine neue »Verbiedermeierung« eingesetzt. Man schimpft nur noch im kleinen vertrauten Kreis über die Zensur und die Repressionen – aber man unternimmt nichts dagegen. Das aber nützen die Anarchisten, politisch links stehende Agitatoren und andere Volksver-derber schändlich aus. So lange das Volk kuscht kann man ja getrost Agitation und Desinformation ungestraft betreiben…
Wie könnte man als einfacher Bürger eines Staates – zum Beispiel: Österreich – der Indoktrination durch z. B. die Systemmedien entschieden entgegentreten? Dazu benötigt man zuersteinmal Zivil-courage. Nämlich die Courage selbst zu denken. Das ist ein erster aber entscheidender Schritt. Dem aber steht etwas Entscheidendes entgegen. Der folgende Ausspruch von Lenin (1870-1924) drückt es ganz deutlich aus (auch wenn es nur auf Deutschland gemünzt war, läßt es sich auf die meisten Völker anwenden): “Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn die Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte.” Und selbst zu denken ist eine Revolution. Vielleicht nicht für alle – immerhin gibt es ja noch eine Reihe von Selbstdenkern (sie finden sich in erster Linie in Parteien wie z. B. der FPÖ).
Als Zweites wäre es unumgänglich den Wahrheitsgehalt von Meldungen der Systemmedien anzuz-weifeln. Das erfordert wiederum die vorher erwähnte Zivilcourage. Und schließlich ist etwas ganz Ent-scheidendes vonnöten: man muß sich auch einmal eingestehen können, daß man Indoktrinationen, Lügen und der Agitation aufgesessen ist – und nun die Bereitschaft haben, den Irrtum als solchen einzugestehen, Lüge auch tatsächlich als solche zu bezeichnen – und die Wahrheit mit allen zur Ver-fügung stehenden Mitteln ergründen zu wollen. Das alles erfordert heute sehr viel Mut und Durchhal-tevermögen. Daran aber mangelt es heute sowohl dem deutschen Blödmichel als auch dem österrei-chischen Dummseppl. Womit wir wieder bei der Verbiedermeierung wären… Und die Agitatoren und Indoktrinierer applaudieren – leider zu Recht. Aber vielleicht geschieht ein Wunder und das Volk wacht auf. Dann aber möchte ich nicht in der Haut der Volksverderber, Indoktrinierer und Agitatoren – und schon gar nicht der gewisser Politiker stecken…
Soslan Khan Aliatasi
Bundesagentur für Arbeitslosigkeit: Weltwirtschaftskrise wird auf dem Arbeitsmarkt durchschlagen
Daß die Weltwirtschaftskrise keineswegs bereits fast überwunden ist und das dicke Ende für den BRD-Arbeitsmarkt erst noch kommt, werden wohl nur die bestreiten, die hierzulande alles manipulieren und die Bürger für dumm verkaufen. Vielfach wurde schon berichtet, daß die etablierten Übeltäter im Zusammenspiel mit einer asozialen Wirtschaft alles ihnen Mögliche tun, um die Katastrophe noch bis zu der Zeit nach der Wahl im September zu verschleiern. Indes macht man sich jedoch schon Gedanken, wie die Auswirkungen der Entlassungswelle zu handhaben seien.
Nach einer Agenturmeldung vom 25. August 2009 wird die Weltwirtschaftskrise auf dem Arbeitsmarkt voll durchschlagen, weil viele Unternehmen einen Stelleabbau planten.
Der Arbeitsmarktforscher Joachim Möller hat bei der Bewältigung der drohenden „Jobkrise“ – wie könnte es anders sein – vor Populismus gewarnt. Der künftigen Bundesregierung müsse es nach der Wahl Ende September vor allem um langfristig tragbare Lösungen gehen, sagte der Chef des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Manche Maßnahmen, die kurzfristig attraktiv erscheinen, könnten sich auf längere Sicht als schwere Hypothek für den Arbeitsmarkt erweisen, indem sie etwa Langzeitarbeitslosigkeit verfestigten, gab Möller zu bedenken.
Eine Absage erteilte Möller etwa Überlegungen, den Bezug von Arbeitslosengeld I zu verlängern. „Ich warne davor, an dieser Schraube zu drehen“, sagte er. „Damit würde der Anreiz für Erwerbslose geringer, sich rasch wieder eine Arbeit zu suchen“, gab der Arbeitsmarktforscher zu bedenken. Je länger jemand aber arbeitslos sei, desto schwieriger werde es für ihn, eine neue Stelle zu finden. „Eine solche Arbeitsmarkt-Falle darf nicht wieder aufgestellt werden“, sagte Möller.
Vor „Rückschritten“ warnte der IAB-Chef auch beim Umgang mit älteren Arbeitslosen. Diese sollten auf keinen Fall vorzeitig in den Ruhestand geschickt werden, um in der Krise den Arbeitsmarkt zu entlasten. Damit würden „Erfolge der vergangenen Jahre“ aufs Spiel gesetzt, ältere Menschen wegen der immer größer werdenden Lebenserwartung länger im Arbeitsleben zu halten. Firmen und Beschäftigte würden sich zunehmend darauf einstellen. Mit einer Wiederbelebung der Diskussion um Frühverrentungsprogramme werde dieser mühsam erreichte Mentalitätswandel gefährdet. Außerdem würden Ältere mangels gut ausgebildeten Berufsnachwuchses im Berufsleben immer unverzichtbarer.
Korrekturen sind nach Ansicht des IAB-Chefs bei sogenannten Mini- Jobs erforderlich. Die 400-Euro-Jobs mündeten nur selten in eine reguläre Beschäftigung. Zudem kämen alle in den Genuß der damit verbundenen Abgabenfreiheit – egal, wie hoch ihr sonstiges Einkommen ist, kritisierte Möller. Die künftige Bundesregierung sollte sich daher überlegen, ob sie die Regelung in der derzeitigen Form wirklich beibehalten wolle.
Nun sollte natürlich nicht unerwähnt bleiben, daß die Langzeitarbeitslosigkeit, vor deren Rückkehr man nun Angst habe, nie wirklich weg war. Sie wurde, wie bei den Manipulierern üblich, einfach nur mit allerlei üblen Tricks aus der Statistik heraus gerechnet. So wird jeder Teilnehmer an einer sogenannten Maßnahme der BA aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet und taucht deshalb auch nicht in den Arbeitslosenzahlen auf. Und nach dem Ende dieser Maßnahme wird der Arbeitslose einfach wieder neu angemeldet. So hatte man bisher die Langzeitarbeitslosigkeit einfach weggezaubert. Vermutlich gibt es weit über eine Million echte, aber dadurch ungezählte Langezeitarbeitslose in den Datenbanken der BA.
Die wenigsten Zeitgenossen werden auch wissen, daß es tatsächlich real nur noch 36 Millionen Erwerbstätige in der BRD gibt. Fast vier Millionen „Erwerbstätige’“ sind bei der BA gemeldete Arbeitslose, die aber nicht als registrierte Arbeitslose gezählt werden und deshalb vom Statistischen Bundesamt beim Abziehen von den Erwerbspersonen vergessen werden. In der offiziell genannten Zahl von 42 Millionen Erwerbspersonen werden daneben auch Rentner und andere Nichterwerbspersonen fälschlich als Erwerbstätige mit eingerechnet. Im Jahr 2007 waren das immerhin rund drei Millionen.
Berücksichtig man dies, bleiben nur noch 33 Millionen echte Erwerbstätige übrig. Und diese Zahl wird in der Weltwirtschaftskrise trotz aller Beschönigungen noch weiter schrumpfen. Trotz aller Schönfärberei werden die „versteckten Arbeitslosen“ natürlich Sozialleistungen verbrauchen. Und die übriggebliebenen Steuerzahler werden immer weniger in der Lage sein, diese Lasten innerhalb des bestehenden Systems zu tragen.
Von Totila Veckenstedt
Zur Diskussion: Bedingungsloses Grundeinkommen – Weg aus der Knechtschaft?
Ich möchte heute einmal die
über das bedingungslose Grundeinkommen auslösen, das zurzeit hauptsächlich im linken Spektrum in Bürgerbewegungen, Gruppen und Organisationen heiß diskutiert wird. Was spricht für und was spricht gegen diese neue Idee von 1000 Euro im Monat?
Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Menschen auf jeden Fall beruhigen, ihnen die Zukunftsängste nehmen. Den Mut zu Kindern erhöhen und den Weg für Bildung, Forschung, Erfindergeist, Innovation und freies Denken fördern. Die Hartz-IV-Knechtschaft wäre Vergangenheit.
Die Angst vor Arbeitslosigkeit und Armut, die die Menschen lähmt und in unerträgliche Jobs zwingt, wäre wie weggeweht. Hat etwas Befreiendes und der Fron- und Sklavendienst gehörte der Vergangenheit an.
Millionen Menschen verbringen ihr Leben in stumpfsinnigen Jobs, nur um die Grundbedürfnisse zu erarbeiten. Nach 8 – 9 Stunden schwerster und monotoner Arbeit ist man kraftlos, ausgelaugt, müde und hat kein Bock mehr, sich mit dem zu befassen was man gerne tut. Viele haben Ideen, Träume, Hobbys welche sie gerne verwirklichen würden und für die immer zu wenig Zeit ist. Sei es eine ehrenamtliche Tätigkeit im Verein, sei es eine Erfindung im Bastelkeller, sei es sich künstlerisch zu entwickeln oder sich einfach um die Familienplanung eigener Kinder und ihre Entwicklung und Erziehung zu kümmern, ohne sie in irgendwelchen staatlichen Indoktrinierungsstellen unterzubringen.
Wie sieht die politische Rechte diese Idee? Und was könnte es noch als Alternative zum bedingungslosen Grundeinkommen geben? Ich denke da zum Beispiel an eine 20-Stunden-Woche, damit es wieder Arbeit für alle gibt. Sollen wir dieses Feld neuer Ideen den Linken überlassen? Was sagen die verschiedenen Rechten Parteien und Organisationen dazu? Wer bekommt oder wer sollte das BGE bekommen und wer nicht? Sollte es EU- und weltweit durchgesetzt werden? Wie soll das Ganze finanziert werden, und sollte sich diese Idee in der ganzen Welt durchsetzen?
Das wäre der Alptraum eines jeden Auserwählten. Freie, unversklavte, selbst denkende, nicht hungernde Menschen mit Zeit, sich zu bilden, zu informieren, zu stählen, fortzupflanzen etc.
Dies würde, wenn es weltweit eingeführt würde, sofort die Völkerwanderungen von Arm nach Reich stoppen. Möchte hiermit eine Diskussion anregen und freue mich auf die Kommentare.
Anmerkung: Die Frage, wie das finanziert werden soll, ist in meinen Augen keine Frage. Antwort: Genau so wie das jetzige Finanzsystem finanziert wird, wir lassen das Geld drucken!
Von Wecker
Biedermeier
Wenn das Wort Biedermeier fällt, ruft das bei mir sofort die Jahreszahl 1830 ab, sowie ein Gemälde, bei dem ein wohlbeleibter Mann mit Zylinder, gefolgt von Frau und Kindern, durch ein Feld spaziert. Das Biedermeier folgte auf die Befreiungskriege, es liegt zwischen den Napoleonischen Kriegen und der Industrialisierung. Wenn man es mit zwei Ereignissen eingrenzen möchte, dann folgte es nach dem Wartburgfest von 1817 und endete mit dem Revolutionsjahr 1848, also dem Parlament in der Paulskirche.
Ansonsten gibt es Biedermeier beim Antiquitätenhändler, in Form von schweren Möbeln, deren Prestigewert den Gebrauchswert deutlich übersteigt. Die Deutschen (einschließlich der Österreicher) waren damals brav und bieder. Vermutlich haben sie das damals sogar als Lob empfunden, heute hat sich “bieder” nur im Begriff “anbiedern” erhalten, doch auch hier wird es immer mehr durch das zeitgemäßere “anwanzen” ersetzt.
Brav und bieder… “Brav” war ich vor vielleicht 45 Jahren, diese Eigenschaft wird zumeist mit Kindern und Hunden verbunden, wenn sie sich ruhig, sittsam und gehorsam verhalten. Dabei hatte das Wort einstmals viel mit seinem englischen Verwandten gemein, wenn Friedrich der Große seine Soldaten als “brave Jungs” bezeichnet hat, meinte er weniger das heutige “brav”, sondern viel mehr das englische “brave”, er sprach also von tapferen Kerlen. Wobei diese tapferen Kerle ganz brav seine Befehle ausgeführt und gegenüber ihren Gegnern auf dem Schlachtfeld alles andere als liebenswürdig gewesen waren.
Wenn heute jemand “bieder” genannt wird, schwingt darin der Dorftrottel mit, der sich aus Mangel an Geistesgaben bieder verhält. Der Biedermann ist der treue Untertan, der sich aus den Geschäften der Obrigkeit heraushält, keine Ansprüche stellt, nicht aufbegehrt und niemals revoltiert. Bieder bedeutet folglich bescheiden, häuslich zurückgezogen, friedlich, unterwürfig und gehorsam. Der Biedermann zieht den Hut, wenn der König in seiner Prunkkutsche vorüberbraust, und weiß nicht, wie unterwürfig er antworten soll, wenn Seine Majestät ihn tatsächlich ansprechen sollte.
In einem Punkt ist das Biedermeier jedoch schon recht modern: Es ist die erste Periode des städtischen Bürgertums. Rokoko, Barock – das waren Zeiten des Adels und der Bauern, in denen die Städte noch weitgehend ihre mittelalterliche Rolle ausgeführt haben, als Handelszentren und als der Ort, an dem die großen Kirchen standen. Im Biedermeier entstand das Bildungsbürgertum, die Universitäten wuchsen, Kunst und Kultur erreichten die breiten Bürgerschichten. Zuvor hatten Maler für den Adel und für die Kirche gemalt, Musiker für Adel und Kirche komponiert. Durch Napoleon hatte die Kirche viel von ihrem Besitz verloren, im Rahmen der Säkularisation wurden die Fürstbistümer aufgelöst und zahlreiche Klostergüter vom Staat übernommen. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation gab es nicht mehr, die zahllosen Kleinfürstentümer und reichsfreien Gebiete waren in größere Verwaltungseinheiten aufgegangen.
Beim alten Fritz haben Deutsche noch munter aufeinander geschossen, gegen Napoleon sind die Deutschen zuletzt gemeinsam gezogen. 1815 waren “wir” alle Deutsche, das Wartburgfest und noch mehr das Hambacher Fest atmeten den Geist der deutschen Einheit, den Wunsch nach einem deutschen Nationalstaat. Aus dunkler Sklaverei (napoleonische Besetzung) durch blutigen Kampf (Befreiungskriege) in die goldene Zukunft (das neue Reich), das war der Farbenspruch zur Gold-Rot-Schwarzen Fahne, mit der das Volk mitten im Biedermeier 1832 zum Hambacher Fest gezogen ist. Das Volk, die politisch aktiven Kreise, junge Studenten und Veteranen des unvergessenen Krieges, sie alle wollten den ganzen Schritt, gewissermaßen jene Befreiung, welche die französische Revolution von 1789 versprochen hatte, für den Aufbruch zu einem neuen Deutschland nutzen.
Nur, leider, war die Obrigkeit noch nicht so weit. Die neuen Könige, die Napoleon installiert hatte, freuten sich über ihre größeren Reiche, deshalb wurden solche abwegigen Ideen erst einmal unterdrückt. Gold-Rot-Schwarz wurde verboten. Damals waren die Leute weniger verbissen, sie haben die Fahne auf den Kopf gestellt und erklärt, das sei ja jetzt etwas völlig Anderes. Und ja, die Obrigkeit hat das akzeptiert. Übrigens, es gibt ein Gemälde vom Hambacher Fest, das im Internet eingesehen werden kann. Auf dem Gemälde sind die Farben richtig herum, das Schwarz ist unten. Die Deutsche Post AG hat eine Briefmarke im Wert von 1,45 Euro herausgebracht und dieses Gemälde darauf reproduziert – mit der kleinen Detailkorrektur, daß dort das Schwarz überall oben ist. Geschichte ist eben nicht für das breite Volk bestimmt, vor allem Wahrheiten dürfen nur in kleinsten Dosen einfließen.
Würzburg war früher eine Residenzstadt, die Hauptstadt eines Fürstbistums. Betrachten Sie eine Landkarte, dann sehen Sie links neben Nürnberg eine Stadt namens Fürth. Fahren Sie von Nürnberg nach Fürth, merken Sie nur am Straßenschild, daß die eine Stadt aufhört und die andere anfängt. Auf ältern Landkarten finden Sie rechts unten neben Würzburg ebenfalls eine eigene Stadt namens Heidingsfeld. Das war früher eine freie Reichsstadt, also für die Würzburger Ausland. Heute ist es ein Stadtteil von Würzburg, so wie Pasing ein Stadtteil von München geworden ist. Nach 1815 waren Würzburg und Heidingsfeld keine “Staaten” mit eigener Regierungsgewalt mehr, die Zuständigkeiten lagen im München, beim Königreich Baiern, noch ohne Ypsilon. Viele Hof- und Stadtbeamten hatten nichts mehr zu tun, sie wurden zu den städtischen Bürgern des Biedermeiers. Und als vormalige Beamte brachten sie die erforderlichen Eigenschaften mit: sie waren brav und bieder.
Aus diesem Reservoir speiste sich das neue Bürgertum. Ehemalige Hofbeamte trugen die Kultur in die Bürgerschicht, sie schickten ihre Söhne auf Universitäten, um sie für eine bürgerliche Karriere akademisch ausbilden zu lassen. Oswald Spengler unterscheidet zwischen “Kultur” und “Zivilisation”, in diesem Sinn war das 19. Jahrhundert, beginnend mit dem Biedermeier, der Höhepunkt der Kultur, bevor im 20. Jahrhundert die Zivilisation ausgebrochen ist.
Das Bürgertum gewann an Wirtschaftskraft und Bedeutung, von der Regierung, von der Macht war es jedoch isoliert. Um es griffig zu formulieren: Die Fürsten versuchten, das 18. Jahrhundert fortzusetzen, die Bürger das 20. Jahrhundert vorzuziehen. Die Politik fand im Hinterzimmer statt, bespitzelt von Denunzianten der Obrigkeit. Offiziell blieben die Bürger brav und bieder, unter der Oberfläche begann es langsam zu brodeln. 1848 entlud sich die Spannung in einer Revolution, die jedoch unterdrückt worden ist. Die Obrigkeit hatte gewonnen, aber sie hat die Zeichen der Zeit verstanden. Das Deutsche Reich wurde vorbereitet und 1871 tatsächlich gegründet – allerdings von oben, nicht wie 1848 erstrebt von unten.
Geschichte wiederholt sich nicht, laut einem gängigen Lehrsatz. Doch sie verläuft in Parallelen. Die Parallele zur französischen Revolution von 1789 ist die “Studentenrevolte” von 1968. In Frankreich wurde mit “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit” ein blutiges Unterdrückungssystem geschaffen, in dem jeder Ansatz von Freiheit der gleichmacherischen Konformität einer angeblichen Brüderlichkeit geopfert wurde. 1968 sollte “der Muff von tausend Jahren” verschwinden, beseitigt wurde ein hocheffizientes Bildungssystem. In Frankreich wurden die Demagogen zu Lenkern des Staates, Ellbogenartisten, die buchstäblich auf den Leichen ihrer Mitrevolutionäre nach oben geklettert sind, ohne dafür qualifiziert zu sein. In der BRD beschritten die 68er den “Marsch durch die Institutionen”, bei dem ebenfalls die brutalsten Ellbogenartisten nach oben gekommen sind. Oh, ein “Joschka” Fischer hat Petra Kelly nicht aufs Schafott geschickt, doch das einstige Aushängeschild der grünen Partei ist trotzdem tot.
Die Revolutionäre von 1789 wollten das Altüberkommene durch ihre eigenen Ideen ersetzen. Sie haben den bewährten Kalender abgeschafft, nicht nur den König, sondern auch gleich Gott vom Thron gestoßen. Die Kirche wurde vom tragenden Element des Staates zu einem buntern Privatverein degradiert, das neue Scheidungsrecht griff mit der Familie die kleinste Zelle des Staates an. Die “Bürger” waren alle gleich, nur die orwellschen Schweine, die Revolutionsführer, waren gleicher. Regiert wurde nicht mehr mit dem Zepter, sondern mit der Guillotine.
1968 blieben uns Pulverdampf und Blutbad erspart, der Psychoterror der “Political Correctness” und des “Gender Mainstreaming” wird erst jetzt so richtig entfesselt. Über Jahrhunderte hatte sich niemand an Negern und Mohren gestört, heute müssen Negerküsse und Mohrenköpfe in Schaumküsse umbenannt werden. Zigeunerschnitzel darf noch auf die Speisekarte, aber die Namensgeber sind nur noch als Sinti und Roma zulässig. Frauen sind inzwischen die Schweine aus Animal Farm, denn vor lauter Gleichmacherei sind sie immer gleicher als Männer. Freie Meinungsäußerung bedeutet, daß jeder die Freiheit besitzt, die herrschende Meinung zu äußern. Die Wächter der Wortwahl betreiben das Geschäft der früheren Zensoren, die Gleichstellungsbeauftragten sind die Fußtruppen der Revolution, die den Terror in jeden Winkel tragen. Rein biologisch ist Homosexualität eine Verirrung, ein Ausbruch aus dem zur Arterhaltung nötigen Fortpflanzungszyklus. Was eine private Entscheidung sein sollte, wird heute wie eine Ruhmestat vor sich hergetragen – Ich bin schwul, und das ist gut so! Die Opfer der Revolution sterben nicht auf dem Schafott, sondern in den Abtreibungskliniken.
Oh ja, Europa führt Krieg, nicht erst seit die angeblichen Pazifisten unter Schröder und Fischer Bosnien bombardiert und Afghanistan angegriffen haben, sondern weitaus blutiger. Die sichtbaren Opfer, in Gaza und im Irak, in Afghanistan und in Pakistan, sind nur die Spitze des Eisbergs. Gestorben wird vor allem in Afrika, nicht an Kugeln, sondern an Hunger. Der Holocaust ist heilig, unantastbar, der Name dieses Gottes darf nirgendwo mißbraucht werden, wo es seine Hohepriester für unstatthaft halten. Die Zahl der Opfer ist gesetzlich festgeschrieben, wer weniger als sechs Millionen behauptet, “leugnet” bereits. Wenn jedes Jahr in Afrika 30 Millionen Menschen verhungern und an Krankheiten sterben, interessiert das keinen. Es ist kein Denkmal wert, keine Feierstunde im Bundestag, höchstens mal einen winzigen Zeitungsartikel und zu Weihnachten einen kleinen Spendenaufruf.
Das neue Wartburg-Fest hat längst stattgefunden, am 9. November 1989. Da herrschte Aufbruchstimmung im Volk, da erschien das neue, das bessere Deutschland greifbar nahe. Doch statt einer goldenen Zukunft kamen Kohl und Genscher, die jede Chance auf Besserung zu Gunsten einer miefigen Restauration verspielt haben. Statt Schlesien, Pommern und Ostpreußen heimzuholen, haben diese Herren die D-Mark dahingegeben, angeblich als Preis für eine Einheit, die zu dem damaligen Zeitpunkt gar nicht mehr zu vermeiden gewesen war. Die Zweistaaten-Lösung, von der damals Thatcher und Mitterand gefaselt haben, wäre binnen Monaten zusammengebrochen, dann hätten England und Frankreich sehr viel darum geben müssen, um Deutschland zu stabilisieren. Ein weitblickender Staatsmann hätte das ganz klar erkannt, nicht aber Kohl, Genscher, Lafontaine und die anderen Schmalspur-Parteifunktionäre.
Das Hambacher Fest liegt auch schon hinter uns, es war am 3. Oktober 1990, als Feierstunde einer Fahne, die uns aus goldener Vergangenheit (deutsches Kaiserreich) durch aufgezwungene blutige Kämpfe (in zwei Weltkriegen) in die Versklavung der Gegenwart (Besatzerregime BRD) geführt hat. Die Neuauflage dieses Hambacher Festes war der Abschied von der Demokratie und der Mitsprache in der Politik, das Kennzeichen eines neuen Biedermeiers. Nur leider eines, in dem Kultur und Bildung nicht aufblühen, sondern unterdrückt werden. Denn Unwissenheit ist schließlich Stärke – die Stärke der Unterdrücker. Die Herren Kohl und Genscher ließen sich für ihr Versagen feiern.
Das Biedermeier ist voll ausgebrochen. “Hinterwurmlochhausen ist bunt” – solche Sprüche ersetzen eine politische Aussage. Natürlich sind alle biederen Albert Meiers gegen Rechts, so wie sie keinerlei Interesse an ihren Rechten haben. Sie bescheiden sich mit sinkenden Reallöhnen und finden, daß der jeweilige Kanzler einen tollen Job mache, weil ihm oder ihr ab und zu einmal eine Aussage entwischt, die dem Albert Meier gefällt. Der überwiegende Rest wird ausgeblendet, das interessiert den biederen Meier nicht, da schaltet er um, auf Fußball oder Gottschalk, auf Jauch oder Musikantenstadl.
Die biederen Meiers wählen ohne nachzudenken noch immer CDU, oder sie wählen gleich gar nicht, weil die da oben ja doch machen, was sie wollen. Im alten Biedermeier erfolgte die Politikverweigerung im Hinterzimmer, wo sich wohlsituierte Bürger an Stammtischen getroffen haben, um ein bißchen über verbotene Themen zu diskutieren. Im jetzigen Biedermeier treffen sich die Wahlverweigerer im Internet in Chatrooms, um sich gegenseitig zu versichern, daß sie als die besseren Deutschen dem System die Stimme verweigert hätten.
Die Obrigkeit konnte und kann mit den biederen Meiers wunderbar leben. Ob heute 95% oder nur 5% der Bürger zur Wahl gehen, ändert nichts an den Diäten, der Zahl der Pöstchen und den Dienstwagen, die nach der Wahl verteilt werden. Und wenn die zahmen Trottel von Untertanen ungültig wählen, ist das auch in Ordnung. Die Stimmen fallen unter den Tisch, dort liegen sie gut, da kann man die Füße draufstellen. Stören würde es höchstens, wenn sich die Meiers zusammenrotteten, massenhaft in die etablierten Parteien einträten und dort die Politiker daran hindern, sich selbst auf die Wahllisten zu setzen. Damit das nicht passiert, setzt man ein paar widerliche Leute an die Spitze, die solche Alberts zuverlässig davon abhalten, in die Parteien zu drängen.
Im alten Biedermeier genügte ein Spaziergang im Feld, heute muß es eine Fernreise sein. Saufen wir uns die Welt auf Mallorca schön, feiern wir in der Karibik, weil es in Vierzonesien nichts zu feiern gibt. Malediven, Seychellen, Mauritius, Thailand – es gibt so viele Orte, an die diese biederen Meiers ein paar Tage flüchten, anstatt ihr eigenes Land zu ordnen und lebens-, sowie liebenswert umzugestalten.
Das Biedermeier ist der Versuch, sich mit dem Rückzug auf die private Idylle dem Sturm der Zeit zu entziehen. Das Biedermeier war eine Zeit des Nicht-mehr und zugleich des Noch-nicht. Die alte Welt der Doudez-Fürsten, der winzigen Residenzstädte mit ihren unbedeuteten Hofschranzen, mit der mächtigen Kirche und den untertänigen und unwissenden Landleuten, war im Feuer der Franzosen untergegangen. Die neue Welt der Industrie, die Zeit des Welthandels und der Kolonialreiche, mit den gesichtslosen Arbeitermassen, sie war noch nicht wirklich angebrochen.
Was ist heute das “Nicht-mehr”? Was wir tatsächlich nicht mehr haben, ist Demokratie. Sie hat sich in den Kohl-Jahren aufs Sterbebett gelegt, beim Wechsel zu Schröder in letzter Agonie aufgebäumt und wartet seitdem auf die offizielle Beerdigung. Demokratie lebt von der Vielfalt, sie lebt vom Wählerwillen. Aber welche Vielfalt, welche Wahl haben wir denn noch? Die Programme der Parteien geben nichts mehr her, FDP und SED mögen Gegenpole sein, erkennen läßt sich das aber nur an den Personen, nicht an den Inhalten. In der Frühzeit der BRD konnte man Visionen wählen, Marktwirtschaft oder Planwirtschaft, Freiheit oder Sozialismus. Solche Parolen sind längst verstummt, sie gehören in eine ferne Vergangenheit.
Damals waren Politiker Laien, hochgespült durch die Weltereignisse, heute sind es Profis, die nichts anderes kennen als Parteiarbeit und Parteifunktionen. Von der Schulbank in den Kreisvorstand, von der Uni in den Bundestag – solche Karrieren kennzeichnen heute die Funktionäre. Einen wirklichen Beruf haben sie, wenn überhaupt, nur kurz ausgeübt. Der Funktionär ist der Kollege des Funktionärs, der Kollege aus der “feindlichen” Partei steht einem immer noch näher, als die Wähler da draußen, die ihre Stimme abgeben und dann keine mehr haben, oder noch nicht einmal versuchen mitzureden. Die Idee vom Volksvertreter stammt aus der Zeit vor dem Biedermeier, vor dem alten Biedermeier, wohlgemerkt. Die Idee vom Parteifunktionär stammt aus dem Kaiserreich, wo sich Arbeiterführer nicht mehr durch seine Arbeit ernährte, sondern dafür bezahlen ließ, daß er andere Arbeiter führte. Folglich läßt sich der heutige Volksvertreter vom Volk bezahlen, mit einer ausgeprägten Vollkasko-Mentalität.
Ganz offiziell haben Politiker mittlerweile verkündet, daß Aussagen in den Wahlprogrammen alles andere als verbindlich seien. Vor der Wahl ist vor der Wahl, nach der Wahl wird überlegt, was getan werden soll. Anschließend erklärt man dem Volk, daß dies der beste Kompromiß aus dem sei, was man versprochen habe und was möglich sei. Eine Ehe war früher ein Zweckbündnis auf Lebenszeit, bei dem jeder seine Rolle kannte. Heute ist eine Ehe ein juristischer Akt, bei dem Anwälte Verträge aushandeln, bevor sie besiegelt werden kann. Früher haben sich Koalitionäre auf die Ziele geeinigt, die sie erreichen wollten, und dann mit der Arbeit angefangen. Heute wird ein umfangreicher Koalitionsvertrag ausgearbeitet, in dem alle Ideen enthalten sind, die im Lauf der Legislaturperiode abgearbeitet werden sollen. Neue Ideen, neue Visionen sind unerwünscht, bestenfalls wird ein wenig improvisiert.
Volksvertreter sind Beamte der Macht geworden, mit einem geregelten Dienstvertrag, in dem penibel festgelegt ist, wann ein Dienstwagen benutzt werden darf, welche Vergünstigungen und Sonderleistungen bezahlt werden und welche Nebentätigkeiten zulässig sind. Kreativität belastet die Kollegen, im Koalitionsvertrag ist sie nicht vorgesehen. Das Ergebnis sind absolut graue Mäuse, Personen ohne wirkliche Eigenschaften. Die Kanzlerin ist die Person mit den grellbunten und zu engen Hosenanzügen, mit dem Zweitwohnsitz im Kanzler-Airbus, der alte Vizekanzler ist das weißhaarige Sinnbild eines trögen Beamten, das es nicht wagt, direkt in die Kamera und dem Zuschauer ins Auge zu blicken, der neue Vizekanzler ist der schwule Spaß-Guido, von dem niemand wirklich etwas erwartet und der das wahrscheinlich auch einhält. Personen mit Ecken und Kanten sind nicht erwünscht, nur rundgeschliffene Funktionäre kommen nach oben.
Was wir ebenfalls nicht mehr haben, ist die Meinungsvielfalt. Ob Springer oder Bertelsmann, ob Süddeutsche oder SPIEGEL – einen Unterschied im Inhalt sucht man vergebens. Ob BILD oder TAZ – der Meinungs-Einheitsbrei ist der gleiche, höchstens hier ein Körnchen mehr Salz und da ein Körnchen Paprika. Und was in der Zeitung steht, flimmert über die Bildschirme und tönt aus den Radios. Wer eine Zeitung aus München kauft, findet dort kaum etwas, was nicht genauso in der Zeitung aus Hamburg steht, Berlin verbreitet die gleiche Meinung wie Köln.
Die Meinung des Volkes interessiert nicht. Wie einst im Biedermeier ist der vormalige Souverän zum Untertanen degradiert, zur Schafherde, die von der Weide zur Schur und zur Schlachtung geführt wird, ob sie nun blökt oder nicht.
Und was ist das “Noch-nicht”? Wer kann das sagen, denn das betrifft die Zukunft. Ein besseres Deutschland, ein goldenes, augusteisches Zeitalter? Eine Welt, befreit von den Lügen der Besatzermächte? Eine Welt, in der jener Materialismus überwunden ist, der uns die Kriege des 20. Jahrhunderts beschert hat? Eine Welt, die eine zweite Chance bekommt, jenseits des Amerikanismus’?
Das Biedermeier hat die Kräfte unter Kontrolle gehalten, sie gestaut bis zur Explosion, die 1848 einen ersten Vorgeschmack auf ein geeintes Deutschland herbeigeführt hatte? Kräfte, eine riesige Woge, an deren Spitze sich damals Preußen gesetzt hatte, um so diese Kräfte in sinnvolle Bahnen zu lenken?
Das Biedermeier wurde nicht von den Alberts beendet, nicht von den biederen Meiers, die sich angepaßt und auf die Beteiligung am Staat verzichtet hatten. Jene Leute, die trotz allem weiter gedacht haben, die jenseits der Familienidylle Visionen entwickelt haben, brachten schließlich das zuwege, was auf der Wartburg und in Hambach nur geträumt worden war. Die scheinbare politische Stumpfheit des Biedermeiers hat die Leistungen und die Fortschritte des Kaiserreiches vorbereitet. Aus den biederen Meiers sind danach gute Untertanen des deutschen Kaisers geworden.
Heute stehen wir vor der gleichen Situation. Nicht das Kritisieren der bestehenden Verhältnisse wird uns weiter bringen, nicht das Schimpfen auf das System die Probleme lösen, sondern das Denken über diese Schwierigkeiten hinaus. Jeder entscheidet selbst, ob er der 476. Albert einer Schafherde sein möchte, brav, bieder und zur Schur bereit, oder auf die Seite der Wölfe wechseln will, vor denen sich die Schafe fürchten. Nicht die Hütehunde finden neue Weidegründe, sondern die Wölfe. Die Revolution von 1848 ist nicht gescheitert, sondern hat das Reich von 1871 herbeigeführt.
Und den Schafen ging es danach besser als je zuvor…
© Michael Winkler
Jürgen Rieger ist tot
Kameraden, Kameradinnen, Deutsche Volksgenossen!
DER ANWALT FÜR DEUTSCHLAND – JÜRGEN RIEGER - IST TOT!
Noch am Sonnabend, dem 24.10.2009, hat Kamerad Rieger, dem Befehl des Gewissens folgend, in seinem unerschütterlichem Glauben an Deutschland, im politischen Kampf gestanden. In der Reichshauptstadt Berlin beendete das Schicksal am späten Sonnabendnachmittag diesen Kampf.
Heute Mittag (29.10.2009), kurz nach 13°° Uhr, hörte sein starkes Kämpferherz auf zu schlagen.
Unsere Gedanken sind nun ganz besonders, wie schon seit Tagen, bei Jürgen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und ganz besonders seinen geliebten Kindern die, wenn auch politisch gänzlich unabhängig von ihrem Vater, diesen niemals verraten haben. Wir trauen zutiefst! Wir werden in seinem Sinne weiter kämpfen – das ist SICHER!
Die Organisationsleitung der NO
Heimatbegeisterung anstatt Verzweiflung
Eine Glosse von Soslan Khan Aliatasi
Gewissen Kreisen ist es ein absolutes Anliegen all unsere heimatliche Kultur mit Stumpf und Stiel auszurotten. Diese gehen nach dem Grundsatz vor, daß niemand so etwas wie Heimat und heimatliche Kultur haben soll, weil sie beides selbst nicht haben. Das ist schlichtweg der Neid der Entwurzelten. Noch haben wir Deutschen eine Verbindung zu unseren Wurzeln – und keinerlei Verzweiflung soll uns diese rauben. Diese Verzweiflung, die auf Grund der Vorkommnisse in den letzten Jahrzehnten unsere Gedanken verdüstert hat, ist absolut nicht nötig: Solange es zwei Menschen gibt, die unsere alte deutsche Kultur lieben und pflegen, wird sie nicht untergehen. Nun gut – der Eine bin ich. Kameradin oder Kamerad: Bist Du der oder die Zweite? Dann ist Verzweiflung bereits ein Truggespinst, das wir nicht zu beachten brauchen. Mit Stolz trage ich den “Steirischen Janker” – ja, ich bekenne mich zu unserer gewachsenen deutschen Kultur, und wenn mich ein kulturell Unterbemittelter ob des auslacht oder verhöhnt, so ist mir das egal. Und siehe da: Es gibt noch viele andere, denen die Liebe zur Heimat in die Seele eingegraben ist – mit unauslöschlichen Zeichen!
In unserem südlichsten Bezirk der Steiermark haben wir einen Wahlspruch der sozialen Heimatpartei (FPÖ – ich gehöre zum erweiterten Bezirksparteivorstand): “Der Süden brennt”. Von Staatspolizei und Verfassungsschutz mißtrauisch beäugt, bekennen wir uns dazu: Ja, der Süden der Steiermark – direkt an der Grenze zu Slowenien – brennt vor Begeisterung für die Heimat, vor Begeisterung für unsere gewachsene Kultur und Kunst. Gerade die Jugend strömt zu uns, weil wir etwas von dieser Begeisterung an sie weitergeben können. Die jungen Menschen suchen ein Ideal – das man ihnen mit schändlicher Indoktrination rauben wollte – aber bei uns finden sie genau das, wonach sie gesucht haben. Und es werden immer mehr! Begeisterung wirkt eben ansteckend. Warum also klagen und verzweifeln? Gewiß sind manche Lücken des Wissens bei den Jungen aufzufüllen – aber dafür gibt es ja uns Alte. Über nichts sprechen wir lieber als über unsere gewachsene Kultur, über unsere Geschichte (ohne die Geschichtslügen der “Siegermächte” und sonstiger Wahrheitsverdreher), und die Jugend trägt es weiter – allen Anfeindungen zum Trotz! Nicht umsonst sagt man den Steirern den berühmt-berüchtigten “steirischen Sturschädel” nach. Und das ist gut so.
Die Systemparteien sind davon überhaupt nicht angetan und versuchen sich in “Antifaschismus” – und scheitern damit kläglich. Dieser sogenannte Antifaschismus ist kein Grundkonsens für Österreich – unser Grundkonsens ist die Demokratie. Wir stehen felsenfest auf dem Boden des freiheitlichen Gedankengutes von 1848. Freiheit – nicht Knechtschaft! Antifaschismus wäre Knechtschaft, da er alles gewachsene Gedankengut, alle Heimatliebe, alle bodenständige Kultur und Kunst mit Hilfe des Totschlagargumentes der “NS-Wiederbetätigung” vernichten will. Durch den Versuch der Knebelung von Andersdenkenden beweist sich der Antifaschismus erst recht als Faschismus – er ist eben linker Faschismus. Doch heute – im 21. Jahrhundert – ist die Wahrheit nicht mehr so leicht zu verbergen. Die neuen Kommunikationsmittel haben eine Bresche in die Phalanx der “Umerzieher” geschlagen – mit Grauen sehen diese die Bresche täglich wachsen. Unsere Begeisterung bricht weitere Steine aus dieser Phalanx. “Wo ein Begeisterter steht ist der Gipfel der Welt” schrieb Goethe – und von dort lassen wir uns nicht vertreiben. Kameradinnen und Kameraden: Laßt euch davon anstecken! So manche von uns Heimatbegeisterten leben in bitterer Armut – aber das läßt sie kalt. Die Heimat, die heimatliche Kultur und unser Volk sind uns wichtiger denn alles Geld und Gut. Diffamierungen und Anfeindungen halten uns nicht davon ab, stetig für unsere Heimat und unser Volk zu arbeiten. Begeisterung für Volk und Heimat ist unsere stärkste Waffe – und deshalb kann uns niemand unterkriegen!
Von der Begeisterung allein werden die Mißstände um uns herum natürlich nicht minimiert – dazu gehört selbstverständlich auch die fruchtbringende Tätigkeit. Der von den Linken allenthalben betriebenen Wühlarbeit und Agitation setzen wir unsere ameisengleiche Aufklärung über die Wahrheit entgegen. Mag einer von uns aus irgendwelchen Gründen in dieser Arbeit behindert sei, sind gleich drei von uns da, um ihn zu unterstützen oder gleich seine Arbeit zu übernehmen: So will ich die “ameisengleiche Aufklärung” verstanden wissen.
Selbstverständlich treibt uns die Begeisterung für Heimat und Volk auch dazu, die Ärmeren unter uns ganz praktisch materiell zu fördern (oder wo es nötig ist: zu unterstützen). Aber das ist doch für Patrioten selbstverständlich – oder?
Wir Patrioten halten unter allen Umständen und allen Widrigkeiten zum Trotz zusammen – über alle Differenzen hinweg.
Ich bin Patriot – na und?
Betrachtungen von Soslan Khan Aliatasi “Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, doch dem Volke zum Spott! Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!” Theodor Körner
Muß ich mich etwa dafür entschuldigen, daß ich Österreicher bin – noch dazu ein heimattreuer? Bin ich etwa deshalb ein “Radikaler” oder gar ein “Extremist”? Die Wurzeln meiner Kultur sind österreichisch und damit eindeutig Deutsch! Und wenn man von der tatsächlichen Bedeutung des Wortstammes für »radikal« ausgeht – nämlich “Radix” (lat. = Wurzel), dann bin ich durch meine Verbindung zu den Wurzeln meiner kulturellen Ausrichtung natürlich radikal. Nur der Entwurzelte hat keine Verbindung zu seinem Volk – zu seiner Kultur. Dieser ist dann oft ein Extremist. Wobei natürlich nicht ausgesagt ist, welchem Extrem er anhängt. Das eine Extrem kann sein, daß er den falschen Götzen “Konsumismus” anbetet, das andere kann in der Ausrichtung auf die “Spaßgesellschaft” sein – und ein drittes kann in der Huldigung für Anarchie und Nihilismus bestehen. Natürlich gibt es noch viel mehr Extreme, die ihre Anhänger finden – so etwa die immer bedrohlicher werdende Schar der allochthonen Islamisten. Es ist müßig, sich über alle Extrema Gedanken zu machen. Für viel wichtiger halte ich es, die genauer zu betrachten, die uns das Leben erschweren oder gar vergällen.
»…die “Political Correctness” in ihrer heutigen Form ist nichts anderes als Rassismus gegen den Okzident bei gleichzeitiger Tabuierung der Kritik an nicht-okzidentalen Kulturen und Gesellschaftsmodellen. «- Das war in einem Kommentar zu einem Artikel über das Weltnetz zu lesen. Das ist nicht nur richtig, sondern läßt sich in der real existierenden BRD und in Österreich eindeutig durch mannigfache Fälle untermauern. Doch gilt das selbstverständlich nicht nur für das Weltnetz, sondern ist allgemein. Man kann allerdings noch hinzufügen, daß die PC nicht nur Rassismus gegen das Abendland ist, sondern vor allem: Rassismus gegen das eigene Volk.
“Türken, die sich nicht integrieren, gehören nicht in unser Land” – wer das von sich gibt, hat sofort die Meute der “Gutmenschen” gegen sich. Aber sehen wir selbst, wie sich Türken in einem Gastland – in Österreich – verhalten. Hier ein Beispiel: Ein neunjähriger türkischer Bub begleitet seinen österreichischen Schulfreund nach Hause. Einige Tage später begleitet der österreichische Bub den türkischen Freund nach der Schule nach Hause (eine vorbildliche Aktion beider Kinder). Kurz vor der Haustür sagt der türkische Bub: “Ab jetzt darfst du mich nicht mehr begleiten!” “Warum?” fragt der Österreicher. “Meine Mutter haßt alle Österreicher” war die Antwort von dem türkischen Freund. Zugetragen hat sich der Wahnsinn in Vomp in Tirol. Solche Beispiele lassen sich leider in ihrer Zahl bis ins Aschgraue erweitern. Muß ich als Patriot dem galoppierenden Wahnsinn weiterhin tatenlos zusehen? Wenn ich es vermeiden will, ob des Gesinnungsterrors der “Gutmenschen” im Gefängnis zu landen: Ja. Wenn ich aber zu meinem Volk, zu meiner Heimat, zu meiner Kultur treu stehe, ungeachtet der Folgen für mich: unter keinen Umständen. Der Gesinnungsterror und der Rassismus gegen uns Autochthone muß unter allen Umständen beendet werden. Im Volk gärt es bereits…
Der Rassismus der Allochthonen ist zwar in keiner Weise hinzunehmen – aber er ist aus ihrer Sicht noch verständlich, wollen sie doch ob ihres Kinderreichtums die autochthone Bevölkerung verdrängen oder ausmerzen, um früher oder später die Macht zu übernehmen. Völlig unverständlich ist die Haltung gewisser Gruppen, die offensichtlich die bodenständige Bevölkerung ebenfalls verdrängen wollen: Große Teile ihrer Mitglieder gehören zum bodenständigen Volk. Wollen sie sich etwa selbst verdrängen oder abschaffen? Das wäre galoppierender Schwachsinn. Vermutlich aber – nein: Gewiß ist das eine Folge der Zersetzungstätigkeit der “Frankfurter Philosophenschule”. Jedoch machen diese Gruppen die Rechnung ohne den Wirt. Es geht in gewissen Kreisen um die Unterdrückung und Vernichtung der gewachsenen Volksgemeinschaft und das mit den Mitteln der Unterdrückung und Verächtlichmachung der bodenständigen gewachsenen Kultur. Wenn durch Umvolkung und ungesunde (Rassen-)Durchmischung ein morastiges Völkergemisch entstanden ist – erst dann werden diese Gruppen zufrieden sein. Mit Mißgunst wird die heimische Kultur als “rückständig” bezeichnet – vor allem von denen, die selbst zu keiner höheren Kulturleistung fähig sind. Es ist zu vermuten, daß die vernichtete Kultur durch den Nihilismus und die daraus resultierende Ziellosigkeit und Verzweiflung abgelöst werden soll. Erste Anzeichen gibt es bereits. Es gibt allerdings ein sehr starkes Gegenmittel gegen das Gift der Zersetzung: Das unbeirrte Festhalten an gewachsener Kultur und Kunst.
Der größte Patentraub aller Zeiten
Der größte Patentraub aller Zeiten führt unweigerlich zu Entschädigungssummen, die die USA niemals aufbringen können; nicht einmal wenn die USA nicht pleite wären. Massiver Verstoß gegen das Völkerrecht
»Wer heute mit einem Volk das tun will, was die Römer mit den Karthagern taten, der enteignet sein angesammeltes Wissen, kämmt seine führenden Forscher und Techniker aus und überläßt den Rest seinem Schicksal…« (Dr. Fritz Gummert, ehemaliger Direktor der Ruhrgas AG und Schatzmeister des Stifterverbandes für die deutsche Wirtschaft).
In einem auf Demokratie und Rechtsstaatlichkeit beruhenden Gemeinwesen wie den Vereinigten Staaten von Amerika konnte es nicht ausbleiben, daß einige verantwortungsvolle Leute sich wegen der fehlenden Rechtsgrundlage des Diebstahls der deutschen Technologie nach Kriegsende Gewissensbisse machten. Bereits am 28. August 1944 empfahl Vannevar Bush dringend, daß die geplanten Maßnahmen wegen vorauszusehender Autoritätsprobleme die ausdrückliche Genehmigung durch den Präsidenten bekommen sollten. Diese wurde dann von Präsident Truman am 25. August 1945 für künftige und vergangene (!) Maßnahmen erteilt. Dies hinderte aber ehrenhafte Männer wie Oberst Gerald W. O. Grady, den Chef der Industrieabteilung der Militärregierung für Baden-Württemberg, nicht daran, die FIAT-Missionen als nackten Diebstahl zu bezeichnen. Auch der wissenschaftliche Berater von General Clay, Roger Adams, beschrieb in einem Brief an den Präsidenten der Amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften im Juni 1946 seine Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens.
Endgültig bestätigte dann im Juli 1950 William G. Downey, der Chef der internationalen Rechtsabteilung der US-Army, in einem ausführlichen Bericht zum Thema erbeutetes feindliches Eigentum, daß feindliches Privateigentum nicht beschlagnahmt werden dürfe, es sei denn, es habe einen unmittelbaren militärischen Nutzen, und daß eine Besatzung nur Besitz von staatlichem Eigentum nehmen dürfe. Dabei nahm Mr. Downey ausführlich zu den Regeln der Haager Konvention Stellung und gab somit zu verstehen, daß hier ein massiver Verstoß gegen geltendes Völkerrecht vorlag.
Völkerrechtsverstöße, Legalitätskriterien und fehlende historische Präzedenzfälle beeinflußten jedoch in keiner Weise die Gier derjenigen, die die reiche Beute des deutschen technischen Eigentums für ihr Land, ihre Freunde oder oft auch für sich selber ausnützen wollten.
Der größte Diebstahl der Weltgeschichte wird abgesichert
Natürlich mußten die staatlichen und privaten Organisationen, Firmen und Einzelpersonen, die sich des deutschen geistigen Eigentums bemächtigt und es zu ihrem eigenen Nutzen verwendet hatten, sich große Sorgen machen, daß sie eines Tages dafür zur Rechenschaft gezogen werden könnten. Auch drohten unvorstellbare Patent-, Lizenz- und Straf-zal Jungen an die ehemaligen deutschen Eigentümer.
Es war davon auszugehen, daß nach Ende der Wirren und Nöte der Nachkriegszeit binnen weniger Jahre wieder geordnete internationale Wirtschafts- und Rechtsbeziehungen eingeführt würden und daß dann unabhängige Richter internationaler Gerichte entsprechende Beschlüsse fassen würden. Hierfür wurde rechtzeitig Vorsorge getrieben.
Prof. John Gimpel fand dann auch in den Papieren des amerikanischen Außenministeriums ein undatiertes und unsigniertes (!) Dokument, das eine entsprechende Wortwahl vorschlug, die in einen zukünftigen Friedensvertrag aufgenommen werden sollte. Man wollte es so unmöglich machen, Ansprüche gegen die Vereinigten Staaten wegen der Verbreitung von wissenschaftlichen und technischen Informationen aus Deutschland zu erheben, die aufgrund von Präsident Trumans Executive Orders 9568 und 9604 gesammelt wurden, oder andere Forderungen gegen die Empfänger dieser Informationen geltend zu machen.
Gimpel gelang es zwar nicht, den Weg aufzuzeigen, wie die undatierten und nicht unterschriebenen Vorstellungen des US-Außenministeriums (dies beweist, daß es sich dabei um etwas ganz Besonderes gehandelt haben muß) dorthin gelangten, er konnte jedoch nachweisen, daß sie in den Agreements (Übereinkünften) vom 27. Mai 1952 und den Pariser Abkommen vom 23. Oktober 1954 fast wörtlich wiederauftauchten.
Unter Kapitel 6 »Reparationen«, Artikel 3, stimmte die Bundesrepublik Deutschland zu, daß sie in der Zukunft keinerlei Einwände gegen die von den Siegermächten in der Vergangenheit oder in Zukunft durchgeführten Beschlagnahmungen deutschen Eigentums erheben werde. Weiterhin verzichtete man auch auf sämtliche Ansprüche oder Aktionen gegen Personen, die solche Gegenstände erworben oder Ansprüche in Eigentum umgewandelt haben. Das gleiche galt für internationale Organisationen, fremde Regierungen oder Personen, die aufgrund von Anweisungen solcher Organisationen oder Regierungen gehandelt haben.
Natürlich hatten die Deutschen keine Möglichkeit, sich gegen diese Punkte zu wehren. Man kann diese Vorgänge auch als das >Versailler Abkommen< des deutschen geistigen Eigentums bezeichnen. Der größte Diebstahl der Geschichte wurde so international durch Unterschrift abgesichert. Ungestört konnte man jenseits des Atlantiks nun die Früchte der Ausplünderung zum eigenen Nutzen verwenden und weltweit Lizenzgebühren aus diesen Erfindungen auf die eigenen Konten fließen lassen. Kann ein Verstoß gegen das Völkerrecht aber überhaupt jemals legalisiert werden?
Auszug aus dem ab 5. Mai 1955 geltenden Pariser Abkommen: 1952-55: Die neugeschaffene Bundesrepublik Deutschland muß auf alle Ansprüche gegen die Technologiediebe verzichten. »1. The Federal Republic shall in the future raise no objections against the measures which have been, or will be, carried out with regard to German external assets or other property, seized for the purpose of reparation or restitution, or as a result of the state of war, or on the basis of agreements concluded, or to be concluded by the Three Powers with other Allied countries, neutral countries or former allies of Germany.«
Übersetzung: 1. Die Bundesrepublik wird in Zukunft keine Einwände gegen die Maßnahmen erheben, die im Hinblick auf deutsche Anlagen oder andere Vermögensgegenstände für die Zwecke von Reparation oder Restitution oder aufgrund des Kriegszustands, oder auf der Grundlage von abgeschlossenen, oder nicht abgeschlossenen Vereinbarungen durch die Drei Mächte mit anderen alliierten Staaten, neutralen Staaten oder ehemaligen Verbündeten von Deutschland ergriffen wurden oder werden. (Paragraph 2 treats assets in Austria.) »3. No claim or action shall be admissible against persons who shall have acquired or transferred title to property… or against international organizations, foreign governments or persons who have acted upon instructions of such organizations or governments.«
Übersetzung: 3. Kein Anspruch oder Klage ist zulässig, gegen Personen, die Eigentumsrecht erworben oder übertragen haben… oder gegen internationale Organisationen, ausländische Regierungen oder Personen, die auf Anweisungen dieser Organisationen oder Regierungen gehandelt haben.
(Aus: »Convention on the Settlement of Matters Arising out of the War and the Occupation«, signed on 26 May 1952, amended on 23 Oct. 1954, and in force 5 May 1955, The American Journal of International Law, 49, supp. (1955), 69-120, esp. p. 97, chap. 6, »Reparation«, Article 3)
Patentverletzungen bis heute aktuell: 1,52 Milliarden Euro Schadenersatz für ein einziges Patent
Ein Vorfall aus dem Jahre 2007 zeigt, welch enorme wirtschaftliche Bedeutung die Verletzung selbst eines einzigen Patentes haben kann. So wurde Ende Februar 2007 der US-Softwarekonzern Microsoft wegen der unerlaubten Verwendung von Patentrechten für MP3-Player eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 1,52 Milliarden Euro an die Firma Alcatel-Lucent verurteilt. Das Urteil hätte noch weit höher ausfallen können, da sich die Geschworenen im kalifornischen San Diego nicht darauf einigen konnten, daß Microsoft die Patente vorsätzlich verletzt habe. Das hätte die Strafe sogar noch verdreifachen können. Das Mitleid der Branche hielt sich allerdings dabei in Grenzen, da Microsoft selbst als einer der aggressivsten Durchsetzer von Patentansprüchen gilt. Die Schadensersatzzahlung betraf nur den Zeitraum 2003-2006 und zeigt, welch riesige Summen bei Patentverletzungen auf dem Spiel stehen können. Gleichzeitig wird aber auch daran erkenntlich, welch astronomische Summen aus der Verwendung Hunderttausender deutscher Schlüsseltechnologiepatente unter Umständen fällig wären, wenn sich hier ein Richter fände, der diese äußersten Verletzungen des Schutzes von geistigem Eigentum bewerten würde.
Jetzt wissen Sie warum das Deutsche Reich niemals wieder hergestellt werden soll. Weil die USA dann sofort Pleite ist und Billionen Schadensersatz leisten muss. Toni Haberschuss
Buchbesprechung – „Die Muse im Gulag“
Volksbewußten Menschen war es immer klar, daß Siegerhaß, der in gewissen Gruppen bis heute weiterlebt, ein Zerrbild des NS-Staates und besonders der deutschen Wehrmacht verbreitete und für den Unterricht an deutschen Schulen zwingend vorschrieb. Durch die flächendeckende und pausenlose Falschbeeinflussung wurde aber weitgehend verhindert, daß einem größeren Kreise das Wirken der aufrechten Vertreter der Wehrmacht bekannt wurde. Als Beispiele seien angeführt: Oberst der Luftwaffe – Hajo Herrmann, der erfolgreichste Jagdflieger aller Zeiten – Major Erich Hartmann, der Verteidiger von Königsberg – General Otto Lasch.
Aber es waren nicht nur Offiziere von hohem militärischen Rang, sondern auch Soldaten wie z.B. der Schirrmeister Karlhans Mayer, genannt Hein Mayer, die sich zu Wort meldeten. Dessen Buch „Die Muse im Gulag” soll hier kurz vorgestellt werden.
Mayer schildert in diesem Buch, in dem er sich selbst den „Optimisten” nennt, wie die Zuversicht und die Kunst, Schwerstes zu ertragen halfen.
Der Rückblick in die Vergangenheit darf ein verklärender sein, wenn die Verklärung nicht dazu führt, wichtige Erkenntnis über körperliche wie seelische Gefährdungen in einem verbrecherischen System zu vergessen. Wie man dem Buch über das Leben und Überleben in den schlimmsten Straflagern entnehmen kann, wird aber nicht nur in verklärender Form berichtet, sondern gezeigt, wie in den Lagerinsassen – besonders dank eines Optimisten – die innere Widerstandskraft mit Hilfe künstlerischer Betätigung oder auch nur des Kunstgenusses erheblich gestärkt wurde. Diese Stärkung trat ein, obwohl die Musiker, Schauspieler und Theatertechniker neben ihrer Fronarbeit auch für die „Muse” erheblichen Zeit- und Kraftaufwand erbringen mußten. Nur wenn die Ausbeutung der Kraft zeitweise durch zu hohe Normen bis zu völliger Erschöpfung gesteigert wurde, dann mußte die Muse ruhen. Im Vorwort weist Hein Mayer auf den ungeheuren Ernst der Zeit hin, den man über weite Strecken des Buches vergessen könnte. Denn ein Optimist hat in der Notzeit und bei einer späteren Schilderung die Gabe, die erträglichen Seiten des Lagerlebens in einem gewinnenden Licht erscheinen zu lassen. So ist der Leser oft erschüttert, wenn dann und wann Ereignisse aus der harten und grausamen Wirklichkeit eingestreut werden müssen. Hier kann man an das Schiller-Wort denken:
„Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, Und würd’ er in Ketten geboren.”
Die letzte freie Entscheidung, ob er unter Tyrannenmacht seelisch zerbrechen will oder ob er dem Verbrechen hohe kulturelle Werte entgegensetzen kann und damit Seelenkraft gewinnt, ist jedem Menschen gegeben! Erwähnt wird in dem Buch außerdem, daß die Not auch auf religiösem Gebiet feinfühlig macht und dadurch in den Religionen Schwächen entdeckt werden, die Strenggläubige und erst recht von Missionseifer Besessene gar nicht erkennen. So wird von einer Auseinandersetzung über das vierte Gebot berichtet. Dieses lautet ja im Alten Testament: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.” Vielfach wird auch zitiert „… daß es dir wohlergehe und du lange lebest auf Erden.” Der erste Teil war für den Optimisten eine Selbstverständlichkeit, aber die nachfolgende Lohnverheißung hatte für ihn nichts mit göttlicher Weisheit zu tun.
Noch ein weiterer Gedanke kommt dem aufmerksamen Leser bei diesem Buch: Wie würde es der heutigen deutschen Jugend ergehen, wenn sie in solche Lage käme? Von deutscher Kultur ist sie weitgehend abgeschnitten, wird hauptsächlich von Menschen belehrt, die Sitte und Anstand sowie rechtliches Denken und echten Freiheitswillen hinterfragen. Die jungen Menschen werden bekanntgemacht mit der inneren Leere und Hilflosigkeit von Menschen, die am Leben scheiterten. Dieser Jugend würde die „Kraft der Muse” fehlen, um solches Schicksal ungebrochen, wenn überhaupt, zu überstehen.
Hein Mayer gelang nicht nur das, sondern er konnte in der Strafgefangenschaft Mithäftlinge aufrichten, und er war überlegen genug, um Kameraden von unsinnigem Widerstand abzuhalten, mit dem den Wachposten zwar persönlicher Ärger bereitet worden wäre, der aber dem „Täter” das Leben kosten konnte. Nicht Rache als Auswirkung berechtigten Zorns sollte geübt werden, sondern ehrenhafter Widerstand. Der war bereits gefährlich genug. Später trug Hein Mayer durch sein Buch und seine Großzügigkeit zu einer Versöhnung zwischen den Völkern bei. Sein Haß traf und trifft das unmenschliche Unrechtssystem und natürlich die echten Menschenschinder, aber er erkennt die Zwangslage vieler Aufseher in einem solchen System, die auch unter dauerndem Druck der Polit-Offiziere stehen, und er reicht russischen Veteranen die Hand.
Das ist kein verfehlter Versuch, Frieden und ein wenig Anerkennung durch nationalmasochistische Selbstverleugnung zu erhalten, wie wir ihn von Regierungsseite und von sonstigen offiziellen oder halboffiziellen Institutionen, allen voran von den Medien erleben. Hier wird ein wirklicher Weg zur Völkerversöhnung gewiesen.
Das lesenswerte Buch, ISBN 3-8334-4686-2, hat 240 Seiten und kostet 16,80 €
Zu beziehen ist es durch die Versandbuchhandlung Gisela Stiller, Kreutzfeld 5, 24816 Stafstedt, Ruf. 04875-349, Fax 04875-676, e-mail: Gisela_Stiller@web.de Elke und Gundolf Fuchs
Herbsttagung vom 2.-4.Oktober 2009 – Bericht
Es war die erste Veranstaltung dieser Art, die sich von den meisten vorherigen dadurch unterschied, daß der Veranstalter nicht auf „Schnäppchenpreise” und politisches Eintagsfliegen – Schönrednertum setzte, um möglichst viele Teilnehmer anzulocken (Erbsenzählerei). So nahmen an diesem Seminar, dem weitere folgen sollen, erwartungsgemäß zunächst 27 Personen teil, die allerdings bis auf eine einzige Ausnahme die Veranstaltung als sehr gelungen bezeichneten. Gemessen an der erstklassigen Unterbringung, zwei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück und einem Tag Vollpension inklusive, waren 88 Teuro ausgesprochen günstig für das gebotene. Als geschlossene Gesellschaft waren wir nicht nur als zahlende Gäste „geduldet”, sondern auch herzlich willkommen. Der Wirtsfamilie gilt an dieser Stelle ein besonderes Dankeschön!
Davon ausgehend, daß unsere Geschichte nicht erst seit 100 Jahren gefälscht wird, oder gar erst seit 1945, war das Hauptthema die Fälschung der deutschen Geschichte und der Weltgeschichte überhaupt. Auch viele der Teilnehmer wußten im Vorfeld nicht, was sie erwartet, die Erwartungen der meisten Teilnehmer jedoch wurden übertroffen. Das Thema erwies sich als hochinteressant, auch wenn es auf dem Papier nicht den Anschein hat, was nicht zuletzt auch dem Hauptreferenten zu verdanken ist.
Freitag 2.Oktober Zu Beginn der Veranstaltung stellte sich jeder Teilnehmer in der gemeinsamen Runde kurz vor, was sich als gute Idee erwies, da sich dadurch die meisten besser kennen lernten. Die häufigste Aussage der Teilnehmer, warum sie sich politisch betätigen, war: „Ich habe gemerkt, daß in diesem Lande etwas nicht stimmt.” Es würde den Rahmen dieses Veranstaltungsberichts sprengen, hier ausführlich die behandelte Thematik behandeln zu wollen. Wir begnügen uns aus diesem Grunde mit Auszügen vom wesentlichen. Die Tagungsmappe kann nachträglich noch für 12 € inclusive Porto, bestellt werden. Im Einführungsvortrag ging es zunächst um Grundsätzliches. Es wurde festgestellt, daß die Machtfrage seit 1945 geklärt ist und unser Kampf sich daher (zunächst, d. Verf.) auf das geistig – weltanschauliche beschränken muß. Wir gehen davon aus (im Gegensatz zum Materialismus), so der Referent, daß Mensch und Welt eine Einheit sind, und daß das keine neue Erkenntnis von „Grünen” und „Ökos” ist. Unsere Vorfahren wußten das schon vor Tausenden von Jahren. Der Geisteszustand der heutigen „Weltgemeinschaft”, geprägt von bewußter Irreführung und Desinformation, der als „aufgeklärtes Zeitalter” umgedeutet wird, steht im Gegensatz zu den Hochkulturen der Menschheitsgeschichte, deren Wissen teils durch Naturkatastrophen oder durch menschliche Willkürakte verloren gegangen ist. So können wir getrost davon ausgehen, daß wir gemessen an menschlicher und geistiger Größe unserer (frühgeschichtlichen) Ahnen kleine Lichter sind. Lernen können wir ebenfalls z.B. von unseren Feinden, die in Jahrtausenden denken und nicht wie einige „Gleichgesinnte” aus der sogenannten rechten Szene, die nur von einer „Wahl” zur nächsten denken und entsprechend handeln!
In der anschließenden Aussprache wurde unter anderem festgestellt, daß auch viele „Deutsche, die es noch sein wollen” systemgeschädigt sind, und daß man auch uns mit Schlagworten immer noch sehr erfolgreich für dumm verkauft. Dafür seien als Beispiele genannt: – Demokratie, – freiheitlicher Rechtsstaat, – Meinungsfreiheit, – Grundgesetz usw. Von den vielen Fremdwörtern ganz zu schweigen. Übersetzt man z.B. die Worte Holocaust und Demokratie ins Deutsche (oder versucht es), ergibt sich daraus eine völlig andere Betrachtungsweise. Um überhaupt geistig – weltanschaulich auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, müssen wir zunächst eine gemeinsame Sprache sprechen, wollen wir nicht weiter (wie schon seit 64 Jahren) im Hamsterrad laufen. (Als Beispiel seien hier die vielen „Reichsregierungen” und die unterschiedlichen Auffassungen genannt, welches Deutsche Reich denn nun das „rechtmäßige” ist: Das von Kaiser Karl, das von Kaiser Wilhelm, die Weimarer Republik, das von Adolf Hitler oder was auch immer?) Alle haben Recht und werden in der Gesamtheit vom Volk als Spinner wahrgenommen. Das gewünschte Ergebnis unserer Feinde!
Sonnabend 3.Oktober Am Anfang des zweiten Tages verliest der Veranstalter den Einleitungstext zur 50-seitigen Tagungsmappe. Auszüge: Das Mittel zur Erkenntnis des Wahren ist die Wissenschaft, und diese soll hier auch betrieben werden. Das Mittel zur Empfindung des Schönen aber ist die Kunst, weswegen ich eine Reihe von Gedichten ausgewählt habe, die nicht nur die Schärfe, sondern auch die Schönheit deutschen Geistes widerspiegeln.” An anderer Stelle: „Deutsch sein heißt, Charakter haben, und da im Zuge der Ereignisse des letzten Jahrhunderts dieser Nationalcharakter nicht mehr organisch vom Vater auf den Sohn übergeht, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiß, muß sich diesen Charakter jeder selbst anbequemen, so er deutsch sein will. Sich bloß auf die Abstammung zu berufen und sich ansonsten der geistigen Anstrengung zu enthalten, würde an der allenthalben zu beobachtenden Degeneration nichts ändern. Sich den in der Geistesgeschichte einzigartig dastehenden Großen des Deutschtums zu verschließen, sie etwa für gestrig und nicht mehr „up to date” zu halten, wäre ein schwerer Fehler…..Möchten also diese Vertreter des Deutschtums zu uns sprechen, zu jedem Einzelnen, aber auch, und dies ganz besonders, zu uns allen gemeinsam.” Auch wir haben hier und heute nicht die absolute Wahrheit zu verkünden, so der Referent, aber so, wie man uns Glauben machen will, kann die Geschichte nicht gewesen sein. 70 Prozent der mittelalterlichen Urkunden sind gefälscht. Originale sind praktisch nicht vorhanden, was man als „Dokumente” präsentiert, sind Abschriften. Eine Zeitrechnung Anno Domini (Christi Geburt) wird erstmals ab dem 13.Jahrhundert erwähnt. Wie will man also angeblich so genau wissen, ob die Schlacht im Teutoburger Wald 9 n.Chr. stattfand? Wo fand diese statt? Oder war es an verschiedenen Orten? Eine Ausgrabung kann man nicht wiederholen, man soll der offiziellen Darstellung Glauben schenken, wenn diese aber offensichtlich unsinnig ist, kann man das auch lassen. Gibt es eine verläßliche Überlieferung, der man trauen kann? Dazu ist zu sagen, daß mündlicher Überlieferung mehr Glauben geschenkt werden darf als sogenannter schriftlicher „Dokumente”. So ist z.B. davon auszugehen, daß die Geschichte der Nibelungen sich in etwa so zugetragen hat. Allerdings hat der Hunnenkönig Attila nichts mit Kriemhilds Rache zu tun, wohl aber der Friesenkönig Attala. Die Begründer der ägyptischen Kultur kamen mit Schiffen von Norden, so die Überlieferung. Etwa vom untergegangenen Atlantis (vermutlich beim heutigen Helgoland)? Zweifel gibt es daran, ob die Behauptung Rom sei Hauptstadt des römischen Weltreiches gewesen und seine Amtssprache Latein. Es spricht einiges dafür, daß sein Zentrum eher Byzanz war und die Amtssprache Griechisch. In China, Indien wurden Überlieferungen alter Kulturen und Schriften verbrannt, offenbar um Geschichte zu fälschen. Warum brannte die Bibliothek von Alexandria nieder, und damit unwiederbringliches Kulturgut? Über geschichtliche Ereignisse existieren immer mehrere Versionen um dann die offizielle (gelogene) Version für die Öffentlichkeit als die wahrscheinlichste dastehen zu lassen und die restlichen als Spinnerei und Verschwörungstheorie abzutun. Das ist nicht erst seit dem 11.September 2001 so!
Warum wird überhaupt Geschichte gefälscht? Cui Bono? (Wem nützt es?) Die Antwort ist denkbar einfach: Die Vernichtung der wahren Überlieferung und die Fälschung der Vergangenheit diente und dient der Legitimation der jeweiligen Herrscher. Ein Rätsel wird wohl auch vorerst die Entstehung der deutschen Städte bleiben. 95% der damaligen Bewohner lebten bis ca. 1100 (A.D.)auf dem Land und von der Landwirtschaft. Woher kamen die Erbauer, die Planer und die Handwerker? Was das heute vorherrschende Dogma der Evolutionstheorie betrifft, so glaubt der Vortragende (der mitnichten ein Anhänger Darwins ist), daß Menschen schon viel länger leben, als man uns Glauben machen will, ja vielleicht schon immer da waren. Für die Existenz des Neandertalers gibt es z.B. nur sehr schwache Beweise (ca. 1,5 Skelettüberreste). Viel Gesprächsstoff für den gemeinsamen Kameradschaftsabend. Jedenfalls wurde eindrucksvoll dargelegt: Geschichte wurde von jeher gefälscht um Herrschaft zu rechtfertigen und den besiegten ihre Identität zu rauben. Umso mehr muß es für jeden von uns heute heißen: Werde der, der Du bist!
Sonntag 4.Oktober Manöverkritik und weitere Planung Es darf gesagt werden, daß bis auf die schon benannte einzige Ausnahme keiner seine Teilnahme bedauert hat. Es war eine hochinteressante Veranstaltung, die vielleicht neue Erkenntnisse gebracht hat und hoffentlich auch zur Bewußtseinserweiterung zugunsten des geistig – weltanschaulichen Denkens geführt hat. Wir wollen in diesem Sinne fortfahren, so ist auch schon die nächste Veranstaltung geplant. Zunächst soll aber noch ein wichtiger Kritikpunkt angeführt werden: Es wurde darauf hingewiesen, daß an dieser Veranstaltung keine jungen Kameraden teilgenommen haben, obwohl die Teilnahme regionaler freier Kräfte eingeplant war. Diese waren jedoch auf einer Demonstration. Einige Teilnehmer bemerkten, die Kameraden hätten nicht das Geld für eine solche Veranstaltung. Wir glauben, daß dies nur in den wenigsten Fällen zutrifft. Es wurde vorgeschlagen, Patenschaften zu übernehmen, sicherlich eine gute Sache für junge Kameraden die es sich sonst nicht leisten können. Es gibt jedoch auch diejenigen, die Geld für alles mögliche haben, aber nicht im Traum daran denken, einen Euro für die eigene weltanschauliche Schulung zu sparen. Da ist auch mit Geldgeschenken nichts zu machen, da muß ein anderes Bewußtsein her. Wenn sich Veranstaltungen wie diese etablieren, werden auch die jüngeren sich nach und nach einfinden und werden ganz von selbst wissen, was wirklich wichtig ist. Und das werden nicht Wahlen und blinder Aktionismus sein. Mathias Schwier Vorankündigung: Vom 27. bis 29.Dezember 2009 wird ebenfalls in Thüringen eine Jahresabschlußseminar mit gemeinsamer Weihnachtsfeier (in unserem Sinne) stattfinden. Das Seminarthema steht noch nicht fest. Eine Einladung mit Programm werden wir demnächst veröffentlichen.



