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Archiv für März 2010

Der Mongolenzug von Böhmisch-Leipa

ausweisung-tschechoslowakeiZehntausend Deutsche über die Grenze gepeitscht. So sah die „humane” Aussiedlung Bennesch’s aus.

Am 14. Juni 1945, abends zwischen 8 und 9 Uhr, rasten die tschechischen Svoboda-Partisanen durch unser Heimatstädtchen auf Lastkraftwagen, Motorrädern und Fahrrädern, trommelten an Läden und Haustüren, ran­dalierten in deutschen Wohnungen und verteilten unter den Deutschen jene berüchtigten Plakate mit dem Svoboda-Erlaß, sie klebten ihn an alle Häuserfronten, tobend, schreiend, drohend, tollkühn gegen die wehrlose Zivilbevölkerung rasend.

„Alle deutschen Männer, Frauen und Kinder, welche nicht in staats­wichtigen Betrieben arbeiten, haben sich am 15. 6. um 6 Uhr morgens beim Bräuhaus einzufinden. Zulässig ist nur die Mitnahme von Handgepäck.”

Lähmendes Entsetzen befiel die Einwohner von Böhmisch-Leipa, die furchtbarste Nacht seit der Hussitenzeit senkt sich auf die .Stadt. Was sich an erschütternden Tragödien in diesen Nachtstunden abspielte, wird die Welt nie erfahren. Die Zahl der Morde und Selbstmorde aus Angst und Verzweiflung wird nie an den Tag kommen. Die Zahl’der in dieser Nacht verübten Grausamkeiten ist unermeßlich. Wo in irgend einer Wohnung Licht brannte, weil die Menschen verstört und gebrochen in Hast und Verwirrung das Wichtigste ihrer Habe zusammenrafften, schössen die Svobodahelden durch die Fenster, drangen in die Wohnungen ein, mißhan­delten die Bewohner und plünderten und verwüsteten die Einrichtungen.

Die Nacht des Grauens ging zu Ende, mit dem ersten Schein des Früh­rots hinter dem Horkaberg wimmelten die Straßen und Gassen von schwer­bewaffneten Svobodatruppen, halbwüchsige Jungen mit unreifen, aber schon vom Laster gezeichneten Gesichtern oder alte Verbrechertypen mit eiskalten, grausamen und habgierigen Augen, mit Maschinenpistolen be­waffnet und die schwere Peitsche in den Stiefelschäften trieben rücksichts­los die Deutschen aus den Häusern, welche ihre letzte Habe in den Händen oder auf den Rücken trugen. Alte und Junge, Männer und Weiber, ein schreckenerregendes Gewirr von. weinenden Frauen, schreienden Kindern, brüllenden Partisanen. Schüsse und Pfiffe zerrissen die Morgenstille, Peitschenhiebe sausten auf zusammenbrechende Menschen. Friedliche Bür­ger, Handwerker, Pensionisten, Arbeiter, Beamte, sie alle gingen an diesem Morgen den bitterschweren Leidensweg.

Dichtgedrängt, ständig bedroht von den tschechischen Rowdies, stauten sich die Massen der Unglücklichen um das Bräuhaus, gegen Alt-Leipa, über die Brücke nach Schwora bis zur Kreuzkirche und noch immer ström­ten Hunderte aus den Häusern und Gassen, getrieben, gejagt, bedroht, geprügelt, gepeinigt…

Eine Orgie tschechischen Sadismusses, ein „würdiges Ruhmesblatt” des „Humanisten” Benesch!

Dann setzte sich der Elendszug in Bewegung. Die Menschen mußten durch Spaliere von Partisanen gehen und ihr Gepäck vorweisen. Alles Wertvolle oder diesen Lumpen wertvoll dünkende wurde entrissen, jeder Versuch des Einspruchs mit brutalen Schlägen erstickt Dann ging es weiter. Beschimpft, beraubt, bedroht, mißhandelt, von flankierenden Partisanen auf Pferden oder Motorrädern angetrieben, so zogen die zehntausend deutscher Leipaer am Siechenhaus vorbei, die Pieszniger Straße entlang gegen den Schiedel, der Grenze zu.

Vorausreitende Partisanen trieben die Bauern von den Feldern und Straßen in die Häuser mit der Drohung: „Die Mongolen kommen”.

Was sich auf dem Markt an Grausamkeiten und Unmenschlichkeiten abspielte, ist unbeschreiblich. Der ganze abgrundtiefe Haß des uniformier­ten tschechischen Mobs entlud sich in endlosen Quälereien und Schikanen gegen die apathisch dahin wankenden Deutschen. Alte Männer und Frauen, welche ihre Habe nicht mehr schleppen konnten, wurde diese entrissen, und sie selbst mit Peitschenhieben weitergejagt, Kinderwagen mit Säuglingen wurden umgekippt und die Gefährte zertrümmert, Frauen und Kinder mit Stöcken und Gewehrkolben niedergeschlagen. Schüsse knallten, blutende,, schreiende, stürzende Menschen, weinende Kinder, brüllende Partisanen …

Aufgewühlte, tierische Instinkte feierten hier eine blutige Orgie, der Blut- und Haßrausch eines entmenschten verbrecherischen Pöbels tobte sich an wehrlosen Menschen aus. Tausende Koffer, Rucksäcke und sonstige Gepäckstücke, hunderte Kinderwagen, Kleidertaschen und Packen säumten die Elendsstraße. Die ungangbarsten felsigsten Wege wurden benützt, um die Qualen der Vertriebenen zu erhöhen und unerwünschten Zeugen aus­zuweichen. Um Mittag war das alte Polzenstädtchen menschenleer, die wenigen Zurückgebliebenen trauten sich nicht auf die Straße. Der ver­nichtende Schlag gegen die deutsche Stadt war gelungen.

Nachmittags mußten die Leipaer Spediteure mit Lastautos und Pferde­fuhrwerken die an dem Marterweg liegen gebliebenen Habseligkeiten der Vertriebenen sammeln und in der tschechischen Volksküche, der ehemaligen NSV.-Dienststelle abladen. Bis in die späte Nacht hinein rollten die Wagen und gröhlten die Partisanen.Und dann begann das widerlichste Schauspiel: Nun plünderten tschechische Offiziere und Mannschaften der Svoboda-Armee in der den Vertriebenen entrissenen Habe. Nun wühlten sie habgie­rig in dem Raube, den sie den Unglücklichen gestohlen hatten, nun bereicherten sich die Verbrecher eines Benesch, eines Gottwald, eines Vierlingers, eines Svobodas, eines Zapotocky. eines Zenkel, eines Masaryk jr. schamlos an dem Gut der Deutschen. Brutale Habgier der Minderwertigsten eines Volkes manifestierten sich in der abstoßendsten Form.

Leipas schwärzester Tag wurde für viele seiner Bürger der Todestag, das elende Ende eines arbeitsreichen Lebens! An der Grenze aber standen zehntausend Menschen und verfluchten mit geballten Fäusten den Vater der Austreibung.

1947 noch rühmte sich Benesch seiner Schandtat und prophezeite: „So lange ich lebe, betritt kein Sudetendeutscher mehr den Boden der Republik!” Gott hat ihn gehört — Gott hat ihm geantwortet: ein Jahr später verendete er durch den Geist, den er gerufen hatte: Moskau!

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Neue Ordnung Arbeitstreffen vom 13./14.03.2010 – Tagungsbericht

HermannsdenkmalOrganisiert durch Kameraden von neueordnung.org und kehrusker.net fand am 13./14. März 2010 ein Arbeitstreffen statt. Es waren Mitglieder verschiedener Gruppierungen und unterschiedlichen Alters anwesend. Nach einem Rückblick auf die eigene politische Vergangenheit der Organisatoren und deren Lehren und Schlüsse daraus, folgte eine kurze Analyse der politischen Bemühungen Deutschnationaler Kräfte in den letzten 65 Jahren mit kurzer Aussprache zum Thema.

Danach ein Kurzvortrag zur Lage der Nation und des deutschen Volkes sowie zu Lage und Zustand der Bewegung und anschließender lebhafter Aussprache.

Eines der Ergebnisse der Vorträge und der Aussprache war eine klare Absage an eine weitere Vergeudung der Kräfte durch einen politischen Kampf mittels politischer Parteien, nachdem auf diese Weise 65 Jahre im Kreis bzw. rückwärts gelaufen wurde. Ein wichtiger Punkt war u. a. noch die Bekämpfung der Umerziehung in uns selbst.

Zusammenfassend wurden noch einmal unsere zukünftigen Vorstellungen und Ziele dargelegt und die Anwesenden darum gebeten, eine Nacht darüber zu schlafen und sich am nächsten Morgen zu entscheiden zur Mitarbeit (mit beidseitiger 6 monatiger Probezeit) oder eben nicht.

Nach dem gemeinsamen Frühstück und einer Manöverkritik entschlossen sich trotz einiger Meinungsverschiedenheiten bis auf eine Ausnahme alle Teilnehmer zur Mitarbeit. Eine denkwürdige Versammlung!  Die „Gruppenegoismen“ und persönliche Eitelkeiten wurden überwunden und man entschloß sich, im Sinne und Dienste der Sache endlich zusammen zu arbeiten. Somit wurde die „SCHLAGKRAFT“ auch jeder einzelne Gruppe erheblich erhöht Der Termin zum nächsten Treffen wurde bereits festgelegt. Denkwürdiger Kameradschaftsabend Nach dem gemeinsamen Abendessen am Sonnabend gingen wir zum gemütlichen Teil über. Sehr zur Freude aller war unter den anwesenden Kameraden auch ein waschechter Musiker mit seiner Frau, beide langjährige Mitstreiter, bei denen wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken. Sie hatten eine Auswahl an Liedertexten vorbereitet.  Wir hatten dadurch nicht nur professionelle Begleitung durch herrliches Klavierspiel, sondern unsere Profis studierten die Lieder auch noch mit uns ein. Das Ergebnis konnte sich sehen und hören lassen. Der Feststellung, daß das Singen uns selten soviel Freude bereitet hat, wie an diesem Abend werden wohl alle Teilnehmer beipflichten. Voller Stolz sangen wir gemeinsam das Treuelied, Wildgänse rauschen…, Auf der Heide…(Erika) u. a. Wir sangen auch Lieder von Günter Lachmann: wie z. B. “Wir lieben das Reich” und “Deutsche Brüder, Deutsche Schwestern”. Unser Künstler trug dann noch einige Gedichte von G. Lachmann mit ironischen und erheiternden Texten vor. Zum Zapfenstreich sangen wir natürlich das Deutschlandlied. Das war garantiert nicht der letzte Kameradschaftsabend dieser Art, der unserer deutschen Seele und der Gemeinschaft sehr gut getan hat.

Mit dem Bewußtsein eine „außerordentliche entscheidende und denkwürdige Versammlung“ besucht und erlebt zu haben, fuhren alle Teilnehmer mit neuem Tatendrang zurück in ihre Heimat!

Aber dennoch gilt es weiter, die Spaltungen und Zersplitterungen im „rechten Lager“ zu überwinden. Wir sind erst am Anfang, aber die ersten Schritte wurden gemacht.

Wer mehr Informationen möchte, kann sich bei uns melden!

info@neueordnung.org

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Lohndumping im Auftrag des Staates

lohndumpingJeder zehnte Hartz-IV-Aufstocker arbeitet im öffentlichen Dienst. Nicht Lidl und Co., sondern der Staat ist der größte Lohndrücker im Lande.

Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst sind am Wochenende ohne ein wirklich befriedigendes Ergebnis für die Beschäftigten beendet worden. 1,15% Lohnsteigerung pro Jahr entsprechen noch nicht einmal dem Inflationsausgleich und sind de facto eine Reallohnkürzung. Doch viele Beschäftigte im öffentlichen Sektor wären bereits zufrieden, wenn sie überhaupt im Rahmen eines der Tarifverträge beschäftigt werden, die sich an den Löhnen im Öffentlichen Dienst orientieren.

Der Staat ist Arbeitgeber mit einem Dreiklassen-System: An erster Stelle stehen die Beamten, geschützt vor Kündigung, ordentlich entlohnt und mit allen Rechten, die ein Mitarbeiter haben kann. An zweiter Stelle kommen die regulären Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die häufig auch bei Trägern mit privatrechtlicher Struktur eingestellt sind. Besitzen sie noch einen “Altvertrag”, genießen sie meist auch noch einen guten Kündigungsschutz, der Verdienst ist jedoch vergleichsweise bescheiden und stets steht der Absturz in die unterste Gruppe in der Hackordnung des Öffentlichen Dienstes bevor – das sind die prekären Beschäftigungsverhältnisse, meist nur mit Zeitvertrag, oft bei einer Leiharbeitsfirma, die im Auftrag des Staates das Lohnniveau nach unten drückt, ohne nennenswerte Arbeitnehmerrechte. Hire and Fire und Minilöhne im Namen des Staates.

Aufstocker im Staatsdienst Es sind bittere Zahlen, die das Finanzministerium auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken nennt, die auch Telepolis vorliegt. Im öffentlichen Sektor sind 131.722 Menschen beschäftigt, die so geringe Löhne erhalten, dass sie zusätzliche Leistungen aus dem Hartz-IV-Topf beziehen müssen. Jeder zehnte Hartz-IV-Aufstocker ist somit direkt oder indirekt im Öffentlichen Dienst tätig. Noch dramatischer fällt die Zahl bei den sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten aus, die Zusatzleistungen in Anspruch nehmen müssen. Von den insgesamt 424.915 Vollzeitbeschäftigten, bei denen der Lohn so gering ist, dass sie zusätzlich Hartz-IV-Leistungen beanspruchen müssen, sind 75.057 (18%) im Öffentlichen Dienst tätig. Dies ist jedoch nur eine Dunkelziffer, die Zahl der Niedriglöhner im Dienste des Staates ist weitaus höher, da nicht jeder Niedriglöhner Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen hat. Wer beispielsweise in einer Partnerschaft lebt, bei der der Partner normal verdient, geht auch bei den Aufstockern leer aus. Sonntagsreden kontra Realität Vom Lohndumping sind viele Bereiche des Öffentlichen Dienstes betroffen – vor allem die Bereiche, die in den Sonntagsreden der Politik immer wieder als besonders wichtig hingestellt werden. Da ist zum einen die Krankenpflege. Immer mehr examinierte Kräfte, die ohnehin schon bescheiden vergütet werden, wurden in den letzten Jahren durch so genannte Pflegeassistenten ersetzt – Hilfskräfte mit minimaler Ausbildung, die oft über Leiharbeitsfirmen beschäftigt sind, auf Basis eines Zeitvertrags und zu Löhnen, die weit unterhalb denen der examinierten Kräfte liegen und die oft durch den Staat mit Hartz-IV-Leistungen ergänzt werden müssen. Auch technische Hilfskräfte sind vielerorts schon lange nicht mehr mit einem der begehrten Tarifverträge des Öffentlichen Dienstes ausgestattet, sondern müssen auf prekärer Basis für Zeitarbeitsfirmen arbeiten, die oft direkt im Besitz des jeweiligen Trägers sind. Die berühmte “hart arbeitende Krankenschwester”, die in keiner Wahlkampfrede fehlen darf, ist schon längst am Aussterben – die hart arbeitende Pflegeassistentin interessiert die Politik nicht, prekäre Beschäftigungsformen passen nicht so gut ins Bild des qualitätsorientierten Gesundheitssystems und die Vorstellung, gerade bei der Krankenpflege Hungerlöhne zu zahlen, passt auch nicht ins Bild der netten Sonntagsreden.

Doch es ist nicht nur die Kranken- und Altenpflege, bei der der Staat systematisch die Löhne drückt. Noch dramatischer ist die Situation im Bildungsbereich. Drei Viertel aller wissenschaftlichen Mitarbeiter an den Hochschulen sind befristet beschäftig, über die Hälfte davon in einer Teilzeitstelle. Sogar bei den Dozenten sieht es kaum besser aus – drei Viertel von ihnen arbeiten auf Honorarbasis.

“Fordern und Fördern”, so mahnte es weiland Kanzler Schröder an, bei der Hauptkomponente des Förderns streicht der Staat jedoch an jeder nur erdenklichen Stelle – die Zahl der Beschäftigten im Bereich der Erwachsenenbildung ist nach Angaben von ver.di in den vergangenen Jahren um 30.000 gesunken, während die übriggebliebenen Beschäftigten Lohneinbußen von 30% einstecken mussten. Leiharbeit ist in diesem Bereich auf dem Siegeszug, oft reicht der Lohn der Lehrkräfte nur dann aus, wenn sie bei mehr als einem Bildungsträger arbeiten. Wenn sich die Politik in ihren Sonntagsreden wieder einmal darauf beruft, dass Bildung unser wichtigster Rohstoff sei, so klingt dies in den Ohren der prekär Beschäftigten im Bildungssektor bestenfalls zynisch. Wie die niedrigen Löhne im nichtwissenschaftlichen Bereich der Hochschulen noch weiter unterlaufen werden können, zeigt ein Beispiel an der Universität Dresden. Wer für das Studentenwerk der Universität tätig ist, bekommt im einfachen Dienst gerade einmal 7,92 Euro pro Stunde. Doch sogar dieser nicht eben fürstliche Lohn war den Dresdnern noch zu hoch. Über ein Konstrukt mit dem seltsam anmutenden Namen “Studentenhilfe 1919 GmbH” sortierte man rund ein Viertel der Beschäftigten aus. Heute bekommen sie nur noch 6,42 Euro pro Stunde, sind Leiharbeiter ohne Recht und ohne Festanstellung.

47 Cent pro Stunde Auf einen traurigen Minusrekord brachte es eine Leipziger Zeitarbeitsfirma, die im Auftrag der Stadt Gera den Winterdienst auf öffentlichen Flächen organisierte. Zwei ehemals Arbeitslose, die von dem modernen Dienstleister angestellt wurden, kamen – nach Berechnung der Gewerkschaft ver.di – summa summarum auf einen Stundenlohn von 47 Cent pro Stunde. Dies ist natürlich nichts anderes als moderne Lohnsklaverei, bei der skrupellose Unternehmen notleidende Arbeitslose ausnutzen.

Der Staat schaut in diesem Falle jedoch nicht nur zu, er ermöglicht diese Form der Ausbeutung durch seine Auftragsvergabe sogar ausdrücklich. Natürlich können staatliche Träger Verträge aufsetzen, die Subunternehmer zwingen, vereinbarte Mindestlöhne zu zahlen und natürlich hat der Staat auch die Möglichkeit, dies zu kontrollieren. Wenn er beides nicht tut, dann handelt er nicht fahrlässig, sondern mit Vorsatz – für ein paar Euro, die bei der Auftragsvergabe eingespart werden, nimmt der Staat systematisches Lohndumping billigend in Kauf.

Ceterum censeo   (Im übrigen meine ich, …“) In keinem anderen westeuropäischen Land gibt es so viele Niedriglöhner wie in Deutschland. Längst sind es nicht mehr nur die ungelernten Hilfsarbeiter, die für Hungerlöhne arbeiten müssen – drei Viertel der Niedriglöhner haben eine Berufsausbildung absolviert oder sogar studiert. Der Niedriglohnsektor in Deutschland wächst von Jahr zu Jahr, die Löhne im Niedriglohnsektor nehmen Jahr für Jahr weiter ab.

Jens Berger

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Ernst Zündel ist frei!

zuendel-ist-freiAn alle unsere Freunde in der ganzen Welt !

Unser “Kriegsgefangener”, der weltweit berühmte Freiheitskämpfer Ernst Zündel,  ist heute nach sieben Jahren aus dem Mannheimer Gefängnis entlassen worden!   Um 2:45 morgens erhielt ich einen  Anruf von unserer britischen Freundin, Lady Michele Renouf, die mir sagte:  “Wir haben Ernst im Auto!  Alles ist in Ordnung!”

Ich konnte dann ein paar Worte mit meinem Mann sprechen.  Er sagte mir, daß er in Sicherheit ist und daß er mich ein bißchen später noch einmal anrufen wird, um mir weitere Details zu sagen.

Eine halbe Stunde später erhielt ich eine Nachricht per Fax von seiner Anwältin, Alexandra Rittershaus, die mir kurz mitteilte:

“Ernst ist in Freiheit!  Es waren einige Menschen da, aber alles war friedlich.  Ich hatte keine Gelegenheit, mit ihm zu sprechen, aber er sah glücklich aus!”

Später hoffe ich noch mehr berichten zu können.  Das Wichtigste ist:  Ernst ist in Freiheit – und es gab keine Schwierigkeiten oder Zwischenfälle!

Hier ist Ernst mit seinem treuen Anwalt, Dr. Herbert Schaller, der hart um seine Rechte gekämpft hat!

Mit den herzlichsten Grüßen -

Ingrid Zündel

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