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Archiv für Mai 2010

Deutsche Geschichte aus deutscher Sicht

Michael Winkler

Das spirituelle Deutschland? Sollte es nicht besser das Heilige Deutschland heißen? Geht es um das deutsche Wesen, an dem eine ganze Welt hätte genesen können? Nun, wo ist es, dieses geistige, dieses spirituelle Deutschland?

Das spirituelle Deutschland liegt unter flandrischer Erde begraben, ist in Stalingrad erfroren, wurde in den Tiefen des Atlantiks versenkt. Das spirituelle Deutschland starb an den Stränden der Normandie, auf den Seelower Höhen und vor El Alamein. Und weil dies noch nicht genügte, wurden die Frauen und Kinder, die Greise und Witwen dieses spirituellen Deutschlands bombardiert, vergewaltigt, enteignet, in den Tod getrieben.

Die Kultur wurde in Trümmer gelegt, die Geschichte von den Siegern ihren Vorstellungen angepaßt, die Überlebenden seither umerzogen. Nicht das zerstörte Deutschland wird als Opfer bezeichnet, sondern alle anderen, die Zerstörer selbst, bezeichnen sich als arme, unschuldige Opfer. Statthalter der Sieger regieren dieses Land, verprassen die Arbeit fleißiger Hände und verschenken sie als Tribut an unwürdige Empfänger. Recht hängt in Deutschland vom Besitz ab, von Beziehungen, von der politischen Gesinnung. Geschichtliche “Wahrheiten” werden gesetzlich vorgeschrieben, sie zu bezweifeln steht unter Strafe, nach ihnen zu forschen ist verboten. Recht gibt es nicht mehr in Deutschland, nur Gerichte, die Schauprozesse führen und die Gerechtigkeit verhindern.

Der Krieg gegen das spirituelle Deutschland tobt seit 1871, als das Reich gegründet worden war. Das Deutschland zuvor, zerstückelt und zerstritten, Spielball und Schlachtfeld fremder Mächte, das wurde geduldet. Dort, wo das starke Herz Europas hätte schlagen sollen, herrschte Leere, gab es einen Trümmerhaufen kleinster Fürstentümer. Als das Herz zu schlagen begann, als einziges, wohlorganisiertes Reich, erwuchs die Furcht vor deutscher Tüchtigkeit zur Hysterie. Das Reich bot anderen Völkern die Hand zur Freundschaft, zur gegenseitigen Achtung und Hilfe, doch diese friedliche Hand wurde nicht nur verweigert, sie wurde zusätzlich mit der Schärfe des Schwertes abgeschlagen.

Unsere Vorväter sind nicht ausgezogen, um die Welt zu erobern, sondern um Heim und Herd zu verteidigen. Warum hätte Deutschland um etwas Krieg führen sollen, das ihm durch Fleiß und Tüchtigkeit ohnehin zugefallen wäre? Das deutsche Kaiserreich stand gerade erst in der Blüte, in kontinuierlicher Aufwärtsentwicklung. In den Kolonien begann die Saat gerade aufzugehen, der Schweiß, der die Erde gedüngt hatte, erlebte die ersten Erfolge. Deutsche kamen nicht als Räuber, um die Reichtümer der Welt zu plündern, sondern als Lehrer und Siedler der Völker. Es sollte gesät werden, zur Reife gebracht und schließlich geerntet, erst von der hundertfältigen Frucht sollte die Heimat profitieren.

Aber diese Ernte war den Deutschen nicht vergönnt. Raubvölker fielen in großer Übermacht über das Reich her, um zu morden, zu brandschatzen und zu erpressen. Doch Deutschland war keine leichte Beute, das Volk nahm unendliche Opfer auf sich, um seine Freiheit zu erhalten. Vier Jahre dauerte der Todeskampf, er ruinierte die Sieger, brachte das Ende für das einstmals leuchtende Europa. Was ein Aufbau für Generationen hätte werden sollen, wurde in Versailles gestohlen und verpraßt. Das Miteinander der Völker blieb ein Gegeneinander, bei dem jeder eifersüchtig auf den eigenen Vorteil achtete und nur insofern Einigkeit herrschte, als es galt, das Deutsche Reich in Schwäche, Armut und Elend zu halten.

Ein anderes Volk wäre schon 1920 ruiniert gewesen, wäre nach dem ersten Weltkrieg nie wieder auf die Beine gekommen. Doch die Feinde des Reiches haben das spirituelle Deutschland, den deutschen Geist, das deutsche Wesen unterschätzt. Das Reich entstand neu, erlangte auf friedlichem Wege seine Weltgeltung zurück. Wieder begannen Deutsche zu säen, begannen mit einem gleichberechtigten ausbeutungsfreien Tauschhandel. Das Herz Europas schlug wieder, mit Österreich war nun das ganze deutsche Volk in einem Reich vereinigt. Während andere Länder noch in der Wirtschaftskrise darniederlagen, blühte das Reich auf, entwand sich den Fesseln, die ihm in Versailles angelegt worden waren. Doch auch diesem Reich war kein Frieden beschieden.

Es war “das auserwählte Volk”, die dem Reich als Erste den Krieg erklärten, mit einem Wirtschaftsboykott versucht haben, die Entwicklung des Reiches zu behindern. In den USA versagte der New Deal, Amerika brauchte einen Krieg, um aus der Depression zu kommen, und es brauchte einen Raubzug, um seine leeren Kassen zu füllen. Die Staatsgründung der Wall Street, das Hunger-, Genickschuß- und Gulagsystem der Sowjetunion, schaute begehrlich nach Westen, um endlich Deutschland, das Land der Verheißung, mit dem Kommunismus zu überziehen. Stalin rüstete und rüstete, um mit 30.000 Panzern Europa bis zum Atlantik zu überrollen.

Es bedurfte nur noch einiger nützlicher Idioten, um für Roosevelt und Stalin den Krieg vom Zaun zu brechen. Die ersten, die für den Aufschwung der Wall Street bluten durften, waren die Polen, angestachelt zu Maximalforderungen, mit wertlosen Versprechungen in einen Krieg getrieben, der Polen für Jahrzehnte der Sklaverei auslieferte. Churchill, der Totengräber des Empires, steuerte England und Frankreich in einen Krieg, den diese nur gewinnen konnten, wenn er sich zum Weltkrieg ausweitete. Dieser Krieg sollte Deutschland zerstören, mit zwei Zionisten als den obersten Haßpredigern: Morgenthau im Westen und Ehrenburg im Osten.

Der Krieg wurde gnadenlos geführt, an den Fronten und im Hinterland. Deutsche Städte sanken in Trümmer, und was den Krieg überlebt hatte, wurde geplündert. Durch Ströme von Blut wateten die amerikanischen Sieger zum größten Raub der Weltgeschichte, zur Schatzkammer deutschen Wissens, zu den Früchten deutschen Forschergeists. Billionenwerte an Patenten und Verfahren wurden geraubt, genug, um den USA für 60 Jahre einen Vorsprung an Technik und Wissenschaft zu verschaffen. In US-Lagern verhungerten deutsche Kriegsgefangene genauso wie in den SU-Lagern weiter im Osten. Ethnische Säuberungen, Vertreibung und Ausmordung der seit Jahrhunderten ansässigen Bevölkerung, erfolgten im Namen dessen, was heute als Freiheit und Demokratie bezeichnet wird, als Selbstbestimmungsrecht der Völker, das allen zugestanden wird, außer den Deutschen.

Das Reich bezahlte einen unermeßlichen Preis für das Gift, das in seinen Adern kreiste, die Verräter in den eigenen Reihen. Was im ersten Weltkrieg nur sporadisch auftrat und erst im letzten Kriegsjahr durch Aufwiegelung der Bevölkerung Erfolg zeigte, wurde im zweiten Weltkrieg von Anfang an praktiziert. Jeder Kriegsplan, jede Offensive, jede Strategie wurde den Feinden des Reiches übermittelt. Die Soldaten der Wehrmacht schafften es oft genug trotzdem, den Gegner zu besiegen. Wenn de Gaulle von unglaublich tüchtigen Soldaten und einer unglaublich unfähigen Führung gesprochen hat, dann bezog sich das auf diese Verräter.

Der offene Geist, die offenen Arme in Deutschland, die Arglosigkeit eines ehrlichen, friedliebenden Volkes, erlaubten es den Feinden dieses Volkes, in herausragende Stellungen aufzusteigen. Die Mechanismen des Kaiserreiches hatten diese Elemente niedergehalten, in der Weimarer Republik wurden sie entfesselt. Kein Land, das um sein Überleben kämpft, war jemals derart von Verrätern durchsetzt, wie das Deutsche Reich im zweiten Weltkrieg. Die Saat von Weimar war aufgegangen…

Nach dem zweiten Weltkrieg hatten die Feinde des spirituellen Deutschlands hinzugelernt. Der geistige Krieg wurde fortgesetzt, intensiver als zuvor. Dem deutschen Volk wurden “Wahrheiten” vermittelt, in den Schulen lernten die Kinder, alles mit den Augen der Sieger zu sehen. Zur besseren Ausbeutung und zur besseren Ablenkung wurde Deutschland wirtschaftlich aufgebaut. Das Wirtschaftswunder ist das Ergebnis deutscher Arbeit, jenes alten Fleißes, des deutschen Geistes. Dieser Geist sollte verwässert und gebrochen werden.”Philosophen” wurden installiert, “Vordenker”, die das Bewährte in den Schmutz zogen und die Idiotie auf den Thron setzten. Vollmundig wurde verkündet, daß sich unter den Talaren der Muff von tausend Jahren befände – und das beste Schulsystem der Welt einfach wegreformiert.

Bei den 68ern ist die Saat des Verrates aufgegangen, sie waren die geistigen Erben der Verräter von 1918, die Zöglinge jener, durch deren Bösartigkeit und Sabotage Zehntausende deutscher Soldaten sterben mußten. Nicht den tapferen, opferbereiten Soldaten, die für ihre Heimat, ihre Eltern, Frauen und Kinder an der Front gestanden waren, wurde Ruhm und Ehre erwiesen, sondern den Verrätern und Deserteuren, den “Widerständlern”, die aus der sicheren Heimat der kämpfenden Truppe den Dolch in den Rücken stießen. Die Feinde hatten von Anfang an klar gesagt, daß sie nicht Hitler und die Nationalsozialisten vernichten wollten, sondern Deutschland und alles Deutsche. Jeder, der das Gedächtnis an die deutschen Soldaten in den Schmutz zieht, die in heldenhafter Weise ihre Pflicht erfüllten, betreibt noch immer das blutige Handwerk der Feinde.

Wie viel ist von diesem spirituellen Deutschland noch übrig geblieben? Einem Deutschland, das vor allem nicht mehr an das Wichtigste überhaupt glaubt: an sich selbst?

Das spirituelle Deutschland ist eine Wolke, die haltlos über uns schwebt, unerreichbar, falls wir nicht aufschauen und hinaufreichen. Wer hinaufreicht, diese Wolke anzapft, sie in sein Herz läßt, sich zum Träger deutschen Geistes macht, wird Bewohner dieses spirituellen Deutschlands. Ja, es erfordert Kraft, die Hand auszustrecken, durch die Erde hindurch, durch die Schicht aus Gerichtsakten, durch den Beton der neuen Synagogen und Moscheen. Die Hand wird dabei den fremdbestimmten Politikern entzogen, sie verweigert sich den Schattenmännern, sie schüttelt die Jauche der modernen Kunst ebenso von sich, wie die überzuckerte Soße der gehirnwaschenden Unterhaltung. Sie erhebt sich zur wirklichen Freiheit, zur Freiheit des Geistes, des Herzens und des Schaffens.

Es ist einfacher und bequemer, in der Sklaverei fortzuleben. Um Sklaven kümmert sich deren Herr, er ernährt sie, er kleidet sie, er züchtigt sie, er beutet sie aus und er nimmt ihnen das Denken ab. Ein Leben in Freiheit strengt an, es kostet Kraft. Niemand brüllt am frühen Morgen “AUFSTEHEN!”, das ist ab sofort die eigene freie Entscheidung. Niemand kontrolliert, wann und ob man überhaupt zur Arbeit kommt, das ist ab sofort die eigene freie Entscheidung. Und niemand stellt den gefüllten Futtertrog hin; wer im Bett bleibt und die Arbeit verweigert, dessen Trog bleibt eben leer. Der Hunger ist die Folge der eigenen Entscheidungen. Doch wer sich richtig entscheidet, wer frei und selbstbestimmt seine Arbeit ableistet, der wird nicht nur mit der Freude darüber belohnt, sondern er erhält auch noch einen weitaus höheren Gewinn, denn es gibt keine Herren mehr, die das Beste für sich vereinnahmen.

Als das Römische Reich zusammengebrochen war, begann das Herz Europas das erste Mal zu schlagen, schuf ein neues Römerreich, ein Heiliges Reich Deutscher Nation. Dieses Reich verrottete im Streit der Fürsten untereinander, verkam in der Auseinandersetzung mit dem Papst, wurde zerrissen durch die Reformation. Der 30jährige Krieg breitete das Leichentuch darüber, hinterließ einen Trümmerhaufen. Die einzelnen Stücke lebten weiterhin, sie schufen das, was schließlich zur deutschen Kultur wurde. Aus nationaler Ohnmacht erwuchs geistige Größe, damals wurde der Grundstein zum spirituellen Deutschland gelegt. Dieses spirituelle Deutschland überwand die Grenzen der Duodez-Fürstentümer, es schuf in der Niederlage gegen Napoleon das moderne Preußen und aus Preußen schließlich das Kaiserreich, den Träger des spirituellen Deutschlands.

Nach dem 30jährigen Krieg war Deutschland verwüstet und geistig kolonisiert. Die katholische Restauration hielt den einen Teil fest im Griff, der fanatische Protestantismus den anderen. Deutsche mußten von Deutschland nach Deutschland auswandern, weil sie der falschen Konfession angehörten. Es dauerte mehr als 150 Jahre, bis die Idee vom deutschen Nationalstaat eine breite Basis im Volk gefunden hatte. Mehr als 60 Jahre nach dem Wartburgfest war es dann soweit, das Reich wurde gegründet. Vom Eckdatum 1648, dem Ende des 30jährigen Krieges, bis zum Eckdatum 1848, dem Versuch der Einheit in der Paulskirche, waren genau 200 Jahre vergangen.

Betrachten wir die Anfangszeit, dann stoßen wir auf Menschen, die in Dörfern siedeln, nichts von der Welt wissen, nicht Lesen und Schreiben können, auf Bücher, die ein teueres Luxusgut gewesen sind. Am Ende dieser 200 Jahre war die Bildung eingezogen, Eisenbahnen banden das Land zusammen, Universitäten verbreiteten das Wissen und waren Brutstätten neuer Ideen. Diese Hindernisse, welche damals die Entwicklung in die Länge zogen, sind heute beseitigt. Mehr als 605 Jahre Umerziehung sind nur eine dünne Schicht aus Schmutz und grellen Farben, um das Wahre, das Edle darunter zu überdecken. Binnen weniger Jahre ist diese Schicht beseitigt, großflächig abgeplatzt. Was darunter liegt, wird restauriert, wird sich neu entfalten.

Es ist nur gerecht, daß eine Welt, die das deutsche Wesen abgelehnt, die das spirituelle Deutschland mit allen Mitteln bekämpft hat, genau in dem Augenblick in den Abgrund stürzt, in dem sie glaubt, jenes spirituelle Deutschland ausgelöscht zu haben. Raubvölker verkümmern, wenn es nichts mehr zu rauben gibt. Wer nicht gelernt hat, zu säen, kann zwar beim Nachbarn ernten, doch wenn dieser nicht mehr sät, wird er verhungern. Der letzte große Raubzug, die Globalisierung, bricht gerade in sich zusammen. Die Globalisierung war eine Erpressung im großen Maßstab. Die grüne Krätze, der mit militärischer Gewalt gedeckte Dollar, war das Treibmittel für diese Globalisierung.

Die Globalisierung, das war das Abgrasen, der schnelle Dollar, die Verschiebung aller Wertsachen von den armen Völkern zu den Raubvölkern. Der Globalisierier säte gewissermaßen Kresse, die nach wenigen Wochen zentimeterhoch gewachsen abgeerntet wird, während das spirituelle Deutschland Eichen sät, die erst nach Generationen zu mächtigen, starken Stämmen heranwachsen. Der Globalisierer hat die Wälder niedergebrannt, in der Asche ein paar Jahre Landwirtschaft betreiben und dann, als Wind und Wetter die dünne Ackerkrume weggeschwemmt hatten, die kahle Gegend verlassen, um andere Länder zu ruinieren.

Jetzt zerfällt die Globalisierung, die Planetenschädlinge werden ausgetilgt. Danach wird Platz sein auf diesem Planeten, Platz für ein erneuertes Deutschland, Platz für jenes spirituelle Deutschland, das wir uns alle erhoffen.

Hätte das Kaiserreich 1918 gewonnen, es hätte sich verändert. Als Triumphator unter den Völkern hätte es den bequemen Weg genommen, mit Macht vorgeschrieben, statt im Wettbewerb der Ideen zu obsiegen. Die Parasiten hätten den scheinbar kraftstrotzenden Baum ausgehöhlt, ihn morsch werden und verfaulen lassen. Wenn die Welt unter ihrer eigenen Schlechtigkeit zusammenfallen wird, schafft das dem deutschen Geist Raum. Es sind die Parasiten, die auf diese Weise in Bande geschlagen werden, hoffentlich gleich für tausend Jahre, wie es dem Satan prophezeit worden ist.

Nicht der brave, unmündige, biedermeierische Albert ist das Sinnbild der Deutschen, sondern der Michel, benannt nach jenem wehrhaften Erzengel, der Satan und seine Brut in die Hölle gestürzt hatte. Wir sind die Erben Asgards, die zur Götterdämmerung ausreiten und siegreich in der erneuerten Welt von Baldur und Ostara leben werden. Wir? Vielleicht nicht, denn die Generation, die den Kampf führt, ist die Generation, die sät, ohne die Ernte zu erleben. Unsere Kinder und Kindeskinder, die nachfolgenden Generationen, werden unser Geschenk erhalten, in dieser neuen, besseren Welt leben, in der Welt des spirituellen Deutschlands. Aber sie werden es nur dann tun, wenn wir keine Sekunde zögern, Eichen zu pflanzen, von denen wir nur die Sprößlinge noch sehen werden.

Das spirituelle Deutschland ist nicht erloschen, es siecht nicht dahin, sondern es gleicht der Rose von Jericho: das vertrocknete, leblose Knäuel erblüht zu neuer Schönheit, sobald ein belebender Guß es erweckt.

Es ist an uns, dieses spirituelle Deutschland zu leben und mit Leben zu erfüllen. Denn da ist es, das spirituelle, das Heilige Deutschland: in uns und in uns allein. Nur, wer dieses Deutschland schon in sich trägt, kann die Hand ausstrecken und diese Wolke anzapfen, von der ich vorhin geredet habe. Nur, wer einen Akkumulator in sich trägt, kann sich aus dieser Kraftquelle aufladen. Wir sind es, wir, die Lebenden, die diese Zukunft aufbauen. Es ist unsere Aufgabe, ererbt von den Vätern, verpflichtet von den Kindern.

Wir sind das spirituelle Deutschland!

Ich möchte diesen Text mit einem Zitat schließen, mit Worten, wie ich sie nicht besser hätte finden können: Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben, an deines Volkes Aufersteh’n; Laß diesen Glauben dir nicht rauben, trotz allem, was gescheh’n. Und handeln sollst du so als hinge von dir und deinem Tun allein das Schicksal ab der deutschen Dinge und die Verantwortung wär dein.

Michael Winkler

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General Leclercs Kriegsverbrechen

general-leclercsEs ist allgemein bekannt, daß der französische General Lecleres am 8. Mai 1945, dem Tag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, in Bad Reichenhall zwölf französische Freiwillige der Division „Charlemagne“ ohne Gerichtsurteil erschießen ließ – ein Kriegsverbrechen.  Erst später km heraus daß seiner, Leclercs, Division auf ihrem Weg von der Normandie bis ins Berchtesgadener Land noch zahlreiche weitere Kriegsverbrechen beging und zu verantworten hat, ohne daß je einer der Täter zur Verantwortung gezogen worden wäre.  Im Gegenteil: „Hauptschuldige machten große Karriere im Nachkriegsfrankreich.

Wie Studiendirektor a.D. Friedrich Pohl berichtete(1) hat sich der französische Geschichtsforscher Daniel Guérain mit diesem heißen Eisen befaßt, im Zuge seiner Nachforschung deutsche und französische Zeitzeugen befragt und die Orte der Kampfhandlungen aufgesucht.  Er hat seine Erkenntnisse in dem Buch „die Kehrseite der Legende, Geschichte einer Befreiung“(2) niedergeschrieben.

Der Historiker gibt die Berichte von Augenzeugen, auch aus der französischen Division, wieder,  Sie berichten von zahlreichen, oft grausamen Norden an deutschen Gefangenen, besonders an Angehörigen der Waffen-SS.  So hätten zum Beispiel Soldaten der Division Leclerc deutsche Gefangene mit Benzin übergossen und verbrannt.  Auch auf dem Flughafen Le Bourget bei Paris sei es zu einem Massaker an Hunderte von deutschen Kriegsgefangenen gekommen, die durch Leclercs Panzer niedergewalzt wurden(3).   Besonders brutal sei dabei der damalige Leutnant Robert Galley vorgegangen.  Der französische Soldat Albert Bisson schildert, wie es bei Andelot  (Département Haute-Marne) zu heftigen Kämpfen der französischen Einheiten mit deutschen Truppen gekommen sei.  Die Franzosen erlitten Verluste, doch dann brach der deutsche Widerstand zusammen.  Eine große Zahl von „Boches“, wie der Soldat sich ausdrückte, ergab sich: „Schon nähern sich weitere 500 Kriegsgefangene.  „wartet! Ruf Leutnant Galley …  Er läßt die Deutschen in eine Scheune treiben, setzt seine Panzer davor und befiehlt über sein Mikrofon:  „Turm nach links. Stop! Handgranate! Feuer!.“  Die Granate explodiert … inmitten des Haufens der Boches.  Die Splitter zerreißen ihre Körper, Körperteile kleben an den Balken der Scheune.  Wir erledigen mit dem Maschinengewehr alle, die noch leben.  Heute ist der Tag der Rache!“

Obwohl sich Leutnant Galley noch weiterer Kriegsverbrechen schuldig machte und, wie Studiendirektor Pohl, sich dieser Schandtaten offen im Fernsehen rühmte, konnte er Minister unter de Gaulle, Pompidou und Giscard d’Estaing werden und als Schatzmeister der Partei des französischen Staatspräsidenten Chirac tätig sein..

Über die berühmt-berüchtigte Division Leclerc schrieb später ein früherer Angehöriger: „Diese Division hat bei den Französen einen schmeichelhaften und weitgehend ungerechtfertigten Ruf gehabt und wird ihn bestimmt noch lange Zeit haben.  Sie ist Bestandteil des gaullistischen Mythos, und so noch dieser lebendig bleibt, wird die „Armee Leclerc“ viele andere verdienstvollere und weniger glückliche Einheiten in der Geschichte überstrahlen. …. Die 2. DB (2. Panzerdivision), die zur Pflege des Lothringer Kreuzes in Operationen von hohen Prestigewert, aber geringem Risiko (wie die von Paris, Straßburg und Berchtesgaden)  hinein katapultiert wurde, hat unter allen Umständen von der erdrückenden Macht der Amerikaner profitiert und aus diesen leichten Siegen einen ziemlich widerlichen Überlegenheitskomplex gezogen.  Mit den Federn des amerikanischen Pfaus und der aufgesetzten Leclerc Aura geschmückt, konnte sich selbst der schlechteste Freiwillige praktisch alles leisten und sogar jede andere französische Militäreinheit verachten, beispielsweise durch die Weigerung, Offiziere, die nicht der 2. DB angehörten, zu grüßen …  Vor und nach der Einstellung der Feindseligkeiten beging die 2. BDB in Bayern Ausschreitungen und Plünderungen in solchem Ausmaß, daß die angewiderten Amerikaner selbst bereits nach einem Monat deren Ausweisung aus ihrer Besatzungszone forderten“(4)

Über der französischen Kriegsverbrechen an der deutschen Bevölkerung in Stuttgart berichtet ein anderer Beitrag(5).

Anmerkungen 1 Friedrich Karl Pohl, in „Soldat im Volk“, November 2000, S. 270 f, 2 Daniel Guérain, L’Envers de la Légende..Historie d’une libération,“ Bonneville 2002 3 Philippe Gautier, „Deutschenangst – Deutschenha+“, Grabert, Tübingen 1999, S. 135 – 139 4 Gautier, aaO. S. 137 ff 5 Beitrag „Französische Verbrechen in Stuttgart 1945“ Randulf Johan Hansen¨

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Antwort von Ingbert Liebing – Bundestag

brd-flagge-demokratieSehr geehrte Familie Fuchs,

im Nachgang zu meiner ersten Mail möchte ich gern noch einmal auf Ihre konkreten Fragen bezüglich der Griechenland-Hilfe zurück kommen.

Zu Frage 1, ob die Griechenland-Hilfe für Goldman-Sachs bestimmt ist:

Dazu kann ich Ihnen sagen, dass die Finanzhilfe mit Sicherheit nicht für Goldmann-Sachs bestimmt ist. Es geht in dem Gesetz vor allem darum, dass Griechenland Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt werden, die es ansonsten nicht bekommen würde und für die der Bund bürgt.   Bekäme Griechenland diese Kredite nicht und geriete in den Staatsbankrott, wäre die gesamte Eurozone gefährdet.

Zu Frage 2, warum werden die Staaten und nicht die Hochfinanz, die an dem Betrug gewaltig verdient hat, für den Schaden haftbar gemacht?

Für den in Griechenland entstanden Schaden haftet weiterhin ausschließlich Griechenland. Kein anderes Land übernimmt Haftung für deren Schaden. Wir stimmen im Bundestag ausschließlich über zurück zu zahlende Kredite ab. Wollte man “die Banken” beteiligen, würden gerade diejenigen Banken herangezogen, die gerade erst mit staatlicher Hilfe gerettet würden. Es wäre nichts besser.

Zu Frage 3, wollen Sie den dreisten Betrug am Finanzmarkt belohnen?

Mit Sicherheit nicht. Es geht auch darum, Konsequenzen zu ziehen aus den Erfahrungen dieser Krise. Dies bedarf internationaler Vereinbarungen, über die aktuell beraten wird.

Zu Frage 4, Wie stellen Sie sich den weiteren Sparkurs in Griechenland angesichts der Uneinsichtigkeit der aufgehetzten griechischen Massen vor?

Die Griechen hatten sich einen Standard erlaubt, der viel zu hoch und nicht finanzierbar war. Davon müssen sie sich verabschieden. Das ist für die Griechen schmerzhaft. Immerhin ist auch in Deutschland jede Sparmaßnahme mit großen Protesten verbunden, obwohl auch wir in den Vergangenheit über unsere Verhältnisse und auf Pump gelebt haben und dies immer noch tun. Angesichts des Ausmaßes der Einschnitte, die die griechische Regierung durchsetzen muss, sollten wir Deutsche uns nicht allzu sehr über die Griechen erheben. An einem konsequenten und harten Sparkurs der Griechen führt jedoch kein Weg vorbei.

Zu Frage 5, Ist es richtig, dass in Italien schon eine europäische Eingreiftruppe stationiert ist, die Volksaufstände in den EU-Staaten niederschlagen soll?  und zu  Frage 6, wäre bei einer Eskalation in Griechenland damit zu rechnen, dass diese Truppe gegen das griechische Volk eingesetzt würde?

Ihre Frage stellt wohl auf die in Italien stationierte sogenannte Europäische Gendarmerietruppe (engl. European Gendarmerie Force (EGF), franz. Force de gendarmerie européenne (FGE oder Eurogendfor))  ab . Das ist eine europäische militärische Polizeitruppe, die dem Krisenmanagement dienen soll. Sie wurde 2006 für vollständig Einsatzfähig erklärt und hat ihren Hauptsitz in Vicenza (Italien). Die Militärtruppe kann dabei unter dem Kommando der Europäischen Union (EU), der Vereinten Nationen (UN), der NATO sowie anderen internationalen Organisationen oder ad hoc Koalitionen gestellt werden.

Zielsetzung ist nicht die Bekämpfung von Volksaufständen in der EU.

Gegründet wurde die Truppe von Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und den Niederlanden. Sie dient dabei als Zusammenschluss der französischen Gendarmerie Nationale, der italienischen Carabinieri, der spanischen Guardia Civil, der portugiesischen Guarda Nacional Republicana und der niederländischen Koninklijke Marechaussee.

Seit dem 17. Dezember 2008 ist auch Rumänien, vertreten mit der Jandarmeria Română, Vollmitglied. Polen ist seit dem 8. März 2007 Partner der EGF und auch gewillt in Zukunft Mitglied der Militärtruppe zu werden. Weiterhin hat auch Litauen seit Dezember 2009 den Partnerstatus inne.

Die Türkei hat 2009 den Status eines “beobachtenden Landes” (observing country) bekommen. Außerdem zeigt Aserbaidschan Ambitionen der EGF beizutreten.

Deutschland ist kein Teil der internationalen Militärtruppe.  Ein Einsatz in Deutschland für Konflikte im Innern käme nicht in Frage, da hier der militärische Einsatz im Innern ausgeschlossen ist, es sei denn, es handelt sich um Katastrophenfälle (z.B. Hochwasser).  Die Truppe hat einen Kern von 800−900 Mitgliedern. Zur Verstärkung stehen weitere 2300 Mann bereit. Auch andere Länder, welche über eine Militärpolizei verfügen, können der Europäischen Gendarmerietruppe jederzeit beitreten.

Der Vorschlag für die Europäische Gendarmerietruppe wurde von der französischen Verteidigungsministerin Michelle Alliot-Marie im September 2003 gemacht. Auf einem informellen Treffen der Verteidigungsminister im Oktober wurde ein erster Gesetzesentwurf bezüglich der EGF vorgetragen. Der Vertrag wurde schließlich von den Verteidigungsministern der fünf EU-Mitglieder Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und den Niederlanden am 17. September 2004 in Noordwijk (Niederlande) geschlossen.

Ein erstes erfolgreich absolviertes Übungsmanöver (Command Post exercise, CPX) fand im Juni 2005 im Nationalen Gendarmerie Training Center in Saint Astier, Frankreich, statt. Am 23. Januar 2006 wurde die EGF während einer Militärzeremonie in Vicenza, im nordöstlichem Italien offiziell eingeführt. Nach einem hochrangigen Ministertreffen in Madrid (Spanien) sowie einem zweiten, erfolgreichen Übungsmanöver vom 19-28. April 2006] wurde die EGF am 20. Juli 2006 für vollständig einsatzfähig erklärt.

Am 18. Oktober 2007 wurde der Vertrag von Velsen (Auch Vertrag der Europäischen Gendarmerietruppe genannt) von den damaligen Fünf Mitgliedstaaten unterzeichnet. Dieser regelt Aufgaben und Befugnisse der Eurogendfor.

Bisherige Einsätze:

Bosnien und Herzegowina

Am 22. November 2007 nahm die EGF ihren ersten Einsatz im Rahmen der EUFOR Mission Althea in Bosnien und Herzegowina wahr. Dabei übernahm sie die Führung der Integrated Police Unit (IPU), dessen Hauptaufgabe zum einen die Informationsbeschaffung und zum anderen die Umsetzung des Abkommens von Dayton ist.

Afghanistan

Im Juni 2009 wurde erstmals darüber nachgedacht, die Europäischen Gendarmerietruppe in Afghanistan zur Ausbildung örtlicher Polizeikapazitäten einzusetzen. Bereits am 8. Dezember 2009 starte die Afghanistanoperation der EGF in Zusammenarbeit mit der NATO-Trainingsmission. Die Hauptaufgabe der militärische Polizeitruppe besteht darin, die örtlichen afghanischen Polizeikräfte zu unterstützen und zu trainieren, sowie Standards für deren Ausbildung festzulegen. Die offizielle Aktivierungszeremonie der EGF in Afghanistan fand am 24. Dezember 2009 statt.

Haiti

Nachdem die Vereinten Nationen die EU informell um Unterstützung für die UN-Mission Minustah gebeten hatten, beschlossen die EU-Außenminister am 25. Januar 2010 in Brüssel, dass etwa 300 Gendarmen in das Erdbebengebiet von Haiti geschickt werden sollen. Bei dem Ministertreffen sprach sich das Vereinigte Königreich gegen die Entsendung der Polizeitruppe aus, und begründete dies mit der starken Präsenz der Vereinigten Staaten, welche weitere Hilfstruppen der EU überflüssig mache. Die meisten Truppen werden von Frankreich und Italien gestellt.

Hauptaufgabe der Europäischen Gendarmerietruppe ist es, Unterkünfte für die haitianische Bevölkerung bereitzustellen. Diese sind auf Grund der Regen- und Hurrikanzeit für die Haitianer besonders von Nöten.

Zu Frage 7:

Noch einmal, es geht nicht darum, dass eine gewisse „Hochfinanz“ unterstützt wird, letzten Endes geht es bei den zu beschließenden Maßnahmen darum, das der Staatsbankrott eines Mitgliedstaates der Eurozone die gesamte gemeinsame Währung in Turbulenzen ziehen würde. Dies kann nicht im deutschen Interesse liegen.

Zu Frage 8:

Es kann nicht Sinn der Hilfsmaßnahmen sein, Unternehmen ihr Geschäftsrisiko staatlicherseits abzunehmen. Es geht darum, die Zahlungsfähigkeit des Euro-Staates Griechenland wieder herzustellen. Dazu gehört auch, dass Griechenland seine Verbindlichkeiten begleichen kann, auch bei den deutschen Staaten. Es geht aber ausdrücklich nicht darum, griechische Verbindlichkeiten zu übernehmen oder einzelnen Unternehmen zu helfen.

Zu Frage 9:

Das Maßnahmenpaket für Griechenland soll das Vertrauen in die Eurozone insgesamt stabilisieren. Dies stärkt auch die anderen von Ihnen angesprochenen Staaten, die dadurch einen verbesserten Zugang zu Krediten auf den Finanzmärkten erhalten – auch ohne ausgesprochene Kredite oder Bürgschaften der Partnerländer.

Zu Frage 10:

Alle Maßnahmen in den vergangenen zwei Jahren zur Bekämpfung der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und in der aktuellen durch Griechenland ausgelösten Krise diesen dazu, Wirtschaft und Währung zu stabilisieren. Hätte die Große Koalition im Herbst 2008 nach der Pleite von Lehmann Brothers nicht sehr schnell gehandelt und ein Maßnahmenpaket zur Rettung des Finanzmarktes auf den Weg gebracht, wäre damals bereits unsere Wirtschaft und die Währung zusammen gebrochen. Die von Ihnen prophezeite Währungsreform wäre die Folge, wenn wir nicht handeln. Unser Handeln verhindert sie.

Mit freundlichen Grüßen

Ingbert Liebing

———————————— Deutscher Bundestag

Büro Ingbert Liebing, MdB Platz der Republik 1 D – 11011 Berlin Mail: ingbert.liebing@bundestag.de

Mehr Informationen zur Arbeit unter: www.ingbert-liebing.de

Elke und Dr. Gundolf Fuchs, Telsekamp 11, 25770 Hemmingstedt, d. 11.05.2010

Büro Ingbert Liebing, MdB

Platz der Republik 1

D – 11011 Berlin

Mail: ingbert.liebing@bundestag.de

Ihre Antwort vom 06.05.2010 Aussagen zur Griechenland-Hilfe

Sehr geehrter Herr Liebing!

Sie werden unsere Namen in unserer Anfrage wegen der Griechenland-Hilfe nicht das erste Mal gehört haben. Darum wollen wir auch gleich Klartext reden.

An Ihrer Antwort ist uns besonders aufgefallen, daß Sie die Hochfinanz aus der Schußlinie nehmen wollen. Das ist ein vergebliches Beginnen, denn seit 1913 ist die Erklärung auf der Bankenallianz in Paris bekannt: „Die Stunde hat geschlagen für die Hochfinanz, öffentlich ihre Gesetze für die Welt zu diktieren, wie sie es bisher im Verborgenen getan hat … Die Hochfinanz ist berufen, die Nachfolge der Kaiserreiche und Königtümer anzutreten, mit einer Autorität, die sich nicht nur über ein Land, sondern über den ganzen Erdball erstreckt.“ (zitiert nach „Überstaatliche Machtpolitik im 20. Jahrhundert“, S. 211)

Etwas verfrüht war die prahlerische Machtbekundung, denn es bedurfte noch zweier mörderischer Weltkriege, bis das Diktat so öffentlich ausgeübt werden konnte, wie das heute geschieht.

Über Ihren Versuch die Hochfinanz nicht als Verursacher erkennbar werden zu lassen, sind wir allerdings nicht verwundert, sind Sie doch mittelbar Angestellter dieses „Konzerns“.

Die Betrugsaffäre von Goldman Sachs, um Griechenland in die Euro-Zone hineinzubringen, ist ja wohl bekannt. Und warum hat Goldman Sachs diesen Betrug begangen? Aus Menschenliebe für die Griechen oder um gute Geschäfte zu machen? Und diese Geschäfte wurden um so lukrativer, je länger der Betrug aufrechterhalten wurde und die völlige Pleite näherkam, denn der Zinssatz für Staatsanleihen stieg inzwischen auf 18 Prozent!

Die Hochfinanz bestimmt einmal schon über die weltweit ziemlich gleichgeschalteten Medien ganz wesentlich über den Bereich, in dem sich Politiker bewegen dürfen. Wer diesen Bereich verläßt, wie das z.B. Sarrazin tat, gegen den wird ein Kesseltreiben veranstaltet. Nur eine Empörung in der Bevölkerung über die Hexenjagd kann verhindern, daß der Kritiker dem Ansturm seiner Feinde erliegt.

Außerdem sind – weitgehend zusätzlich über Geheimorden – auch die Spitzen der Parteien an die Hochfinanz gebunden. Das konnte man vor einigen Jahren sogar in einer Illustrierten lesen. Über den ehemaligen FED-Chef Alan Greenspan wurde berichtet, daß er im „Oval Office“ des Weißen Hauses (Amtssitz des US-Präsidenten) ein- und ausgehe und nichts Wesentliches, also auch ein Krieg nicht, ohne seine Zustimmung beschlossen wurde, denn letzterer erfordert immer gewaltigere Finanzmittel!

Es spielt auch gar keine Rolle, ob die „Weltmächtigen“ gelegentlich Konkurrenten sind und ihre jeweiligen Heerscharen gegeneinanderhetzen. Jede überstaatliche Organisation hat ihre entsprechende Gruppe ziemlich fest im Griff.

Bundestagsabgeordnete, die bei wichtigen Abstimmungen nach eigener Überzeugung ihre Stimme abgeben, werden scharf gemaßregelt und dadurch in ihrer Parteikarriere sehr zurückgeworfen. Ein Bundestagsmandat ist aber wegen der hohen Diäten durchaus erstrebenswert. Daher vermeiden die meisten Bundestagsabgeordneten, ihren Sitz aufs Spiel zu setzen. So haben wir noch nicht einmal eine repräsentative Demokratie mit 600 Abgeordneten, sondern eine Oligarchie der Parteispitzen.

Der Euro ist gegen den mehrheitlichen Volkswillen eingeführt worden. Das gleiche gilt in abgestufter Form für den Maastrichter-Vertrag und wieder vermehrt für den EU-Verfassungsvertrag. Als dieser – nach dessen Ablehnung durch Frankreich und die Niederlande – eine kosmetische Veränderung erfuhr und dann in Form des EU-Grundlagenvertrags neu vorgelegt wurde, stieg die Ablehnung in der Bevölkerung .

Sie können also nicht erwarten, daß die Ansicht, es wäre ein Unheil, wenn der Euro und die EU scheiterten, von der Mehrheit der Bevölkerung geteilt wird.

Zwar bringt ein Scheitern auch erhebliche Nachteile für Deutschland, weil die Bevölkerung solange die „Internationalisierung“ geduldig hingenommen hat, aber bei einem Hinauszögern der Entscheidung droht eine viel größere Katastrophe.

Wenn das angeschlagene europäische Schiff nicht mehr zu retten ist, dann kann jeder froh sein, wenn er noch eine „Schwimmweste“ besitzt. Diese könnten die veranschlagten 22 Milliarden sein, mit denen man hofft, die Krise zu bannen. Der Erfolg könnte aber nur eintreten, wenn:

  1. auch die anderen ins Auge gefaßten EU-Staaten ihre – möglicherweise verlorenen Bürgschaften – zahlen;

  2. nicht noch weitere „Wackelkanditaten“ ohne Hilfe Pleite gehen würden.

Treffen die Bedingungen nicht zu – wofür vieles spricht –, dann wird das Schiff doch sinken.

Die neueste Meldung in der Dithmarscher Landeszeitung vom 10.05.10, S, 1, spricht von insgesamt 600 Milliarden Euro, die für die Verhinderung von Staatspleiten in der Eurozone erforderlich seien. Davon sollen 100 Milliarden Euro vom IWF beigesteuert werden. Aber auch an diesem Betrag sind die Euroländer beteiligt, denn geschenkt wird denen von niemandem etwas.

Nach diesen grundsätzlichen Darlegungen erübrigt es sich, auf Ihre Antwort Punkt für Punkt einzugehen. Es genügen Stichpunkte:

Rückantwort 1: Ob die Hilfe direkt für Goldman Sachs oder andere Institute der Hochfinanz bestimmt ist, spielt keine entscheidende Rolle, denn an allen Krediten verdient die Hochfinanz. Und wenn wir für KfW-Kredite bürgen, damit Griechenland seine Verbindlichkeiten erfüllen kann, und Goldman Sachs der größte und mächtigste Gläubiger ist, dann ist diese Bank der Hauptempfänger des Geldes.

Rückantwort 2: Ob die Kredite zurückgezahlt werden können, ist mehr als unsicher!

Wenn auch Sie das erkennen müssen, ist es zwar zu spät, aber hoffentlich sind Sie nachträglich so ehrlich, und geben zu, daß unsere Warnung berechtigt war.

Rückantwort 4: Proteste gegen Sparmaßnahmen sind teilweise berechtigt, wenn letztere nötig sind, weil die Regierung Steuergelder für volksfremde Interessen ausgibt. Aber meistens wird das von den Bürgern gar nicht berücksichtigt, sondern es offenbart sich in deren Protest nur der Unmut über persönlichen Nachteil.

Zwischen Deutschen und Griechen besteht aber der wesentliche Unterschied, daß die Deutschen zahlen sollen – eine gefährliche Bürgschaft wird zu Recht als Zahlung gewertet! – und die Griechen Hilfe empfangen sollen. Wenn die dann das Sparen ablehnen, dann ist Hilfeleistung sträflich – bei eigener angespannter Finanzlage sogar – selbstmörderisch!

Rückantwort 5: Die „Europäische Gendarmerietruppe“ wurde nur erwähnt, da bei den Notstandgesetzen auch um das mögliche Eingreifen militärischer Verbände bei Unruhen in der Bunderepublik gestritten wurde. Bei der Herrschaft, die Brüssel jetzt schon ausübt, könnte von dort aus über ein Eingreifen verfügt werden, wenn die deutschen Bürger gegen Beschlüsse ihrer Regierung aufstehen. Dazu brauchen wir gar kein Mitglied zu sein!

Rückantwort 8: Bevor man Griechenland Hilfe für Kredite zur Begleichung seiner Verbindlichkeiten zahlt, müßte jedenfalls ein Teil der Verbindlichkeiten gegenüber deutschen Firmen einbehalten werden. Sonst kommt es dazu, daß Griechenland bei anderen Schuldnern abzahlt und das Hauptgeberland nichts abbekommt.

Rückantwort 9: Das Vertrauen zum Euro soll Ihrer Meinung nach durch eine deutsche Vorleistung gestärkt werden. Und wenn nun das gute Beispiel nichts nützt, dann tritt das ein, was wir bereits erwähnt haben: Deutschland hat seine „Schwimmweste“ weggegeben und steht beim Untergang des Euroschiffes völlig hilflos da. Da die Forderung an Deutschland inzwischen auf über 120 Milliarden gestiegen ist, scheint die Vorleistung von 22 Milliarden wenig genützt zu haben !

Rückantwort 10:

1. Wenn Sie die Pleite von Lehmann Brothers ansprechen, dann sollten Sie auch sagen, wo die Milliarden aus dem existenzvernichtenden Defizit hingeflossen sind. So einfach verschwinden können solche Beträge nicht.

2. Über die Währungsreform sprechen wir uns bald wieder. Wenn Sie die Machtstellung hätten, diese zu verhindern, und Sie es täten, um uns als Verschwörungstheoretiker hinzustellen, würden wir uns trotzdem freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Gundolf Fuchs Elke Fuchs

Nachsatz: Der „Volksmund“ erkennt auch die Lage. Daher übermitteln wir Ihnen auch eine Lagebeschreibung in Gedichtform, die in der „Preußischen Allgemeinen“ vom 10.05.2010 erschien.

Im Teufelskreis

Nach der Schlacht um große Zahlen fällt der Politik es schwer, mit dem Resultat zu prahlen, denn wo kommt der Zaster her?

Ist es wenigst jetzt die Wende, das geschnürte Frust-Paket, oder Anfang erst vom Ende, das ins Haus dem Euro steht?

Ähndschie sagt auf bange Fragen, das Programm sei anspruchsvoll – heißt, in Klartext übertragen, ganz das Gegenteil von toll!

Und wir zahlen wohl noch heuer – stets verraten und verkauft – eine neue Griechensteuer, auch wenn man sie anders tauft.

Wird natürlich niemals reichen, und wir spenden auf Kredit, und mit Zinsen steigt desgleichen unser eignes Defizit.

Denn statt Mark- und Guldenwährung und des Schillings ehedem herrscht vereinte Schuldenmehrung – darin liegt das Kernproblem!

Wir, die ständig andre retten, landen folglich irgendwann selber auf Prokrustes-Betten, doch uns rettet keiner dann!

Retten wenigst wir Hellenen? Nein, das Geld – au wei geschrien – geht sofort an die, von denen wir es vorher ausgeliehn…

Pannonicus

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Agnes Miegel – Wagen an Wagen

vertreibung-ostgebieteAgnes Miegels Ballade über die Vertreibung aus den Ostgebieten

Um Allerseelen In der dunklen Nacht, Wenn vor uns stehen, Die immer neu unserem Herzen fehlen, - Erinnrung erwacht An die alten Kirchen, die Hügel im Feld, Wo sie schlafen, Vätern und Nachbarn gesellt, In verlorener Heimat über der See, - Und an alle, die hilflos und einsam starben, An alle, die sinkend im Eis verdarben, die keiner begrub, nur Wasser und Schnee, Auf dem Weg unsrer Flucht, – dem Weg ohne Gnade!

Und wir ziehen im Traum verwehte Pfade Wagen an Wagen, endloser Zug - Der ein Volk von der Heimat trug!

Von Norden, von Osten kamen wir, Über Heide und Ströme zogen wir, Nach Westen wandernd, Greis, Frau und Kind. Wir kamen gegangen, wir kamen gefahren, Mit Schlitten und Bündel, mit Hund und Karren, Gepeitscht vom Wind, vom Schneelicht blind, - Und Wagen an Wagen.

Zuckend wie Nordlicht am Himmel stand Verlassner Dörfer und Städte Brand. Und um uns heulte und pfiff der Tod, Auf glühendem Ball durch die Luft getragen. Und der Schnee wurde rot. Und es sanken wie Garben, die hilflos starben. Und wir zogen weiter, Wagen an Wagen.

Und kamen noch einmal, trügrisches Hoffen, Durch friedliches Land. Tür stand uns offen Bei jenen, die nicht unser Leiden gekannt. Sie kamen, sie winkten, sie reichten uns Brot, - Sie luden die Not Am warmen Herde zu sich als Gast. Scheune und Stroh rief Müde zur Rast. Doch wir konnten nicht bleiben. Wir zogen vorüber, Wagen an Wagen.

Und hörten durch Sturm und Flockentreiben Das Glockenlied ihrer Türme noch Und hörten doch Das Dröhnen des Krieges, der hinter uns zog. Und vom Wegkreuz bog, Blutend, mit ausgebreiteten Armen, Sich dorngekrönter Liebe Erbarmen.

Wir konnten nicht halten, wir konnten nicht knien. Sie kamen hinter uns, Wagen an Wagen, - Unsre Herzen nur schrien: O blick nach uns hin! Wir wandern, wir wandern, endloser Zug, Volk, das die Geißel des Krieges schlug, Entwurzelter Wald, von der Flut getragen, Wohin? Wohin?

Agnes Miegel (1949)

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2. Arbeitstreffen von Neueordnung und Kehrusker

archiv3Kurztagung mit Kameradschaftsabend in der Mitte Deutschlands vom 24./25. April 2010

Auf nach Hessen hieß es am Sonnabendmorgen wieder für 25 Teilnehmer des 2. Arbeitstreffens.

24. April – Bevor mit den Ausführungen begonnen wurde, einigte man sich darauf, vor jedem Vortrag ein Lied zu singen, das wurde mit dem Lied – Wir lieben das Reich – sogleich in die Tat umgesetzt. Anschließend hielt ein Kamerad der NO  wie schon beim ersten Treffen den Einführungsvortrag über den Zweck der Zusammenkunft und die Notwendigkeit neue Wege zu gehen und sich dafür zu entscheiden oder nicht – Gemäß der Erkenntnis, daß Beliebigkeit („vielleicht mach ich mal.“, „nächstes Jahr.“, „ab und zu.“) zu nichts führt.

Die Sichtweise eines jeden Mitstreiters muß deshalb die Verpflichtung zur Befreiung des deutschen Volkes vom Joch der Fremdherrschaft als heiligste Aufgabe sein, bis dieses Ziel erreicht ist – als Vorbild und Maßstab für seinesgleichen. Nicht hie und da ein bißchen „Wahlkampf“, Freiheitskampf „light“ oder ab und zu ein bißchen „Nervenkitzel“ als „Feierabendnationalist“.

Der zweite Redner stellte die berechtigte Frage: Was ist das deutsche Volk?

Wir Deutschen (zumindest unsere Vorfahren) haben besondere Eigenschaften und Fähigkeiten. Z. B. sind fast alle bedeutenden Komponisten Deutsche. Ist das deutsche Volk eine biologische Angelegenheit (Abstammung) oder eine seelisch geistige in dem damit verbundenen Kampf ums Dasein? Sicherlich spielt nicht nur ein Faktor allein eine Rolle.

Die Ausführungen und die gestellten Fragen lösten eine angeregte Aussprache mit den unterschiedlichsten Ansichten aus. Ein Kamerad aus dem Rheinland, der sich rege an dieser Aussprache beteiligte, bot an beim nächsten Treffen einen Vortrag zu halten mit dem Titel: Evolutionsbiologie zur Entstehung des Menschen. Wir kommen gerne auf das Angebot zurück. Unten ein Zitat des Vortragenden aus einer anderen Veranstaltung das aber an dieser Stelle gut als Schlußwort paßt:

„Deutsch sein heißt, Charakter haben, und da im Zuge der Ereignisse des letzten Jahrhunderts dieser Nationalcharakter nicht mehr organisch vom Vater auf den Sohn übergeht, muß sich diesen Charakter jeder selbst anbequemen, so er deutsch sein will. Sich bloß auf die Abstammung zu berufen und sich ansonsten der geistigen Anstrengung zu enthalten, würde an der allenthalben zu beobachtenden Degeneration nichts ändern.“

Nach dem Abendessen sprach ein Kamerad von Kehrusker über die gemeinsamen Ziele und was zunächst geschehen muß, damit diese nicht unerreichbar werden. Denn wir brauchen von Freiheitskampf nicht mal mehr zu reden, wenn wir nicht bei uns und in unseren Köpfen damit anfangen!

Der Vortrag bestand aus drei Teilen:

1. Forderungen und Ziele – die einmal ausformuliert werden müssen, um nicht immer nur Mißstände zu beklagen und zu sagen, was man nicht will. Wie diese erreicht werden können, kann und soll hier Heute nicht abschließend geklärt werden. Grundvoraussetzung ist aber das in Vortragsteil 3 enthaltene. Das hier vorgetragene war eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Alle Forderungen Hier. Es wurden auch Verbesserungsvorschläge gemacht. Dementsprechende Änderungen werden wir in Kürze vornehmen.

2. Thema Parteien – Hierzu lediglich zwei Zitate aus diesem Teil:

„Parteien sind hervorragende Einrichtungen für den Staat um politische Aktivisten zu überwachen, zu kontrollieren und zu steuern, aber viele glauben tatsächlich sie wären schlauer und könnten dieses Instrument gegen das System verwenden. Wie unendlich naiv zu glauben, jene würden das zulassen! Dieses Spiel funktioniert nun schon seit über 60 Jahren – kein Ende in Sicht.“

„Man bekämpft kein politisch abwegiges System, indem man selbst ein Teil davon wird, sondern man stellt zu gegebener Zeit selbst die Machtfrage.“

3. Der wichtigste Teil des Vortrags, der die Grundvoraussetzung beinhaltet um unsere Ziele zu erreichen: Die Arbeit an uns selbst – was wir selbst tun können und müssen um unsere Ziele zu erreichen.

Es folgten nun zwei Texte zum Thema die unter den nachfolgenden Links nachgelesen werden können:

Anspruch und Wirklichkeit

Leitlinien für Deutsche

Zum Abschluß verlas der Redner zwei Textauszüge eines österreichischen Kameraden:

„…Das Zeitalter der Masse hat in Europa jeden Impuls getötet, dem noch einmal die Kraft zur Verwandlung hätte innewohnen können. Jene Verwandlungen, die der abendländischen Kultur wie bei der Metamorphose der Pflanze, die Goethe beschrieben hatte, immer neue Formen und Gestalten schenkten, sind nun nicht mehr möglich. Das Gegenwartszeitalter der Masse ist erstarrt, unfruchtbar im Untergehen begriffen. Man hört das nicht gern. Aber es ist so. Stimmt das wirklich? Gerade wir Patrioten meinen, daß dem durchaus Einhalt geboten werden kann. Wir müssen es nur wollen. Wir müssen uns von der Masse abheben – zum Beispiel durch korrekte Kleidung, durch gute Umgangsformen, durch korrekte Sprache, durch Rückbesinnung auf unsere eigene Kultur. Vor allem durch Rückbesinnung auf die eigene Kultur, die für uns Jahrhunderte lang etwas Selbstverständliches war. Dazu aber braucht es solide Bildung und eine Seele, die für die Heimat und ihre Kultur glüht. Etwas – zum Beispiel die Überfremdung – abzulehnen genügt nicht. Gegen etwas zu sein ist viel zu wenig. Wir müssen für etwas sein: für unsere eigene Kultur, für unser eigenes Volk, für unsere eigene Heimat, für unsere eigene Musik, Dichtung, Kunst, etc. Nur so werden wir erfolgreichen Widerstand bilden können. Was aber besonders wichtig ist: wirkliche Patrioten halten zusammen – über alles Trennende hinweg.“

„…Die Parallelgesellschaft der Muslime in der r. e. BRD und in Österreich ist dafür ein signifikantes Beispiel. Diese denkt nicht in kurzfristigen Zielen, sondern legt die berühmte asiatische Geduld an den Tag, die für jeden nachhaltigen Erfolg vonnöten ist. Diese denkt nicht im Geringsten daran, sich den westlichen Werten tatsächlich anzunähern, geschweige denn sich diese zu eigen zu machen. Die Kinder werden im Bewußtsein erzogen, anders zu sein als die sie umgebende Bevölkerung – ja ihnen wird von Kindesbeinen an eingeimpft, daß deren Wertvorstellungen und Verhaltensweisen verächtlich seien und sie selbst etwas Besseres wären. Langfristig gesehen wird solch eine Parallelgesellschaft der sie umgebenden Mehrheit ihren Willen aufzwingen können, wenn diese keinerlei Wehrbereitschaft zeigt. Die Wehrbereitschaft besteht in diesem Falle nicht in der Austragung von bewaffneten Konflikten, sondern in der Beibehaltung autochthoner Kultur, Kunst, Sprache, den bodenständigen Sitten- und Verhaltensnormen, die sich keiner Übermacht jemals beugen wird. Das sind alles preußische Tugenden, die uns nicht von “den Preußen” eingeimpft wurden, sondern von deren König Friedrich dem Großen vorgelebt wurden!

Machen daher auch wir uns innerlich stark und haben wir den Mut, in langen Fristen zu denken! Es ist nicht wichtig, daß wir noch den Erfolg unseres Strebens selber ernten. Wichtig ist allein, daß unserem Volke eine starke geistige und moralische Kraft zuwächst, aus der heraus die Krankheit Materialismus und die unseligen Folgen der Umerziehung überwunden werden können. Diese moralische Kraft kann und wird uns zuwachsen, wenn wir uns der alten preußischen Tugenden besinnen und diese auch leben. Auch wir in Österreich können das bewerkstelligen, denn trotz aller Niederlagen und Demütigungen durch fremde Invasoren konnte keiner davon uns seinen Stempel auf Dauer aufdrücken. Und auch jetzt gibt es noch (oder wieder) eine Jugend, die sich darauf besinnt, daß wir keine US-Kolonie sind. Vorerst sind es Einzelne, doch deren Zahl wächst stetig. Und wir Älteren arbeiten mit Beständigkeit daran, daß weder unsere Sitten und Gebräuche, noch unsere Sprache, Kunst und Kultur untergehen werden.“

Danach ging es wieder zum gemütlichen Teil, sprich Kameradschaftsabend, über. Unser Musiker, der uns beim Singen am Klavier begleitete, war erfreulicherweise auch wieder mit von der Partie. So schmetterten wir noch einige Lieder beim Umtrunk in fröhlicher Runde bis zum unvermeidlichen Zapfenstreich.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen gab es wie immer eine kurze Manöverkritik mit Verbesserungsvorschlägen.

Mit dem „Vortrag“ (mehr ein Verlesen seiner Briefe an irgendwelche BRD – Einrichtungen, nebst Kommentaren und Kurzgeschichten) eines Zeitzeugen, der im Krieg auf einem U – Boot gedient hatte, fand die Veranstaltung einen etwas unschönen Abschluß, wenngleich wir auch noch einige interessante Dinge hörten.

Der Vortrag sollte eine halbe Stund dauern (ein zweiter Redner war noch eingeplant, kam aber dann nicht mehr zu Wort), daraus wurden dann aber fast zwei Stunden. Als die Veranstaltungsleitung den älteren Herrn nach 45 Minuten daran erinnerte, daß er eigentlich nur eine halbe Stunde hätte, wurde er ungehalten, sagte er könne ja auch gehen und äußerte sich abfällig und unflätig über seine Vorredner ohne seine Kritik zu begründen. Wer seine Kritik weder begründen kann, noch Verbesserungsvorschläge hat, sollte in Zukunft besser die Klappe halten! Gerade ältere Kameraden sollten Vorbild sein was Benehmen und Charakter angeht! Angesichts seines hohen Alters, seines Dienstes bei der U – Bootwaffe und um einen Eklat zu vermeiden, ließ man ihn weiter reden.

Dazu ist noch folgendes anzumerken: Wer Briefe an alle möglichen BRD – (Feind -) Einrichtungen schreibt, von Neuschwabenland und fliegenden Untertassen träumt, sollte anderen keine Ratschläge erteilen! Aber wie gesagt, einige Sätze des werten Herrn waren auch ganz brauchbar, so wie dieser:

„Jede Generation muß sich ihr Lebensrecht selbst erkämpfen.“ Sehr richtig, und dazu brauchen wir weder Flugscheiben noch Gerede darüber, „daß wir den Krieg ja hätten gewinnen können, wenn…“ bla bla bla…!

In Zukunft sollte man sich gut überlegen, wer geeignet ist, zu diesen oder ähnlichen Treffen politischer Aktivisten eingeladen oder mitgenommen zu werden!

Es ist weniger eine Frage des Alters in Zahlen als vielmehr die Frage des Zustands einer Person: Wenn für jeden offensichtlich, der Altersstarrsinn oder ein gewisser Grad der Verwirrung und Verwahrlosung schon eingetreten sind, sollte man solche „Mitstreiter” besser nicht mehr mitnehmen und statt dessen lieber junge Kameraden!

Gegen 13 Uhr traten wir mit etwas Verspätung die Heimreise an.

Die dritte Kurztagung dieser Art wird im August stattfinden.

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