Archive
Neue Aufkleber / Flugblätter

Die Gutmenschen und die Ausländergewalt

Foto picture-alliance/ dpa/dpa Einsatz nach einer Massenschlägerei in Berlin

Foto picture-alliance/ dpa/dpa Einsatz nach einer Massenschlägerei in Berlin

Da schreibt einmal einer in der deutschen Presse gegen die Vertuschung von
Ausländerkriminalität an. Abgesehen davon, dass Matthias Kamann in der Welt
nicht auffällt, dass die Medien dabei eine zentrale Rolle spielen, gibt er unfreiwillig
den Blick frei auf die grenzenlose Naivität vieler Gutmenschen, denn er scheint
selbst zu dieser Sorte zu gehören.
“Was zwingt Integrationspolitiker und generell viele Bürger mit wohlwollender
Haltung gegenüber Einwanderern dazu, nach Enthüllungen über
Schwerstkriminalität unter Migranten zu reden wie verbohrte Reaktionäre und
uneinsichtige Beschwichtiger?”
“Warum werden, noch bevor der Schrecken betrachtet oder analysiert worden ist,
gleich Salven der Relativierung und des Verdachts gegen vermeintliche
Ausländerfeinde abgeschossen, wenn nun im Buch der verstorbenen Berliner
Richterin Kirsten Heisig die Gewalttaten junger Migranten und die
staatsfeindlichen Strategien ihre Familien beschrieben werden?”
Die gestellten Fragen sind in Ordnung, die Antworten jedoch katastrophal:
Einerseits kommt der Welt-Schreiber zu dem Ergebnis, dass man Ausländern mit
Verschweigen, Vertuschen und Beschwichtigen nicht nütze, weil sie selbst die
Opfer der Gewalt seien. Denn es seien türkische Mädchen, vietnamesische
Viertklässler und italienische Busfahrer-Söhne, die da misshandelt, verprügelt und
beraubt würden.
Ganz abgesehen von massiven Zweifeln am Wahrheitsgehalt der Behauptung, dass
Einheimische praktisch nie die Opfer von Ausländergewalt sein sollen, provoziert
das natürlich Gegenfragen: Wenn die Opfer Einheimische wären und wenn man
den Ausländern mit der Vertuschung nutzen würde, wär’s dann in Ordnung?
Dazu passt dann auch das Allheilmittel, mit dem Herr Kamann gegen Mafia-Clans,
Frauenunterdrückung und Schlägerbanden vorzugehen gedenkt: mit der
Aufklärung. Man muss den Leuten einfach nur sagen, dass sie Böses tun. Immerhin
hat man so, glaubt der Autor, Kinderheime, Kasernen und deutsche Familien von
Gewalt und die Kirche vom Missbrauch befreit. Nach diesen positiven Erfahrungen
wird so ein libanesisches Drogenkartell mit elfjährigen Dealern sicher keine große
Hürde darstellen.

http://www.unzensuriert.at/001653-die-gutmenschen-und-die-ausl-ndergewalt

Share

Kommentieren